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Das Ringen um die Zukunft der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann geht weiter. Foto: Lino Mirgeler

Fortsetzung an Montag

Kaiser`s-Tengelmann-Gespräche vertagt

Bei den Gesprächen zu Kaiser's Tengelmann gibt es noch keine abschließende Einigung. Nach dem Schlichterspruch vom Montag sind damit weiter viele Fragen offen. Das Bangen für 15 000 Beschäftigte geht weiter.

Mülheim/Ruhr (dpa) - Die Verhandlungen zur Zukunft der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann ziehen sich in die Länge. Bei den Gesprächen zur Umsetzung des Schlichterspruchs wurde akeine Einigung erzielt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen erfuhr.

Die Verhandlungen sollen am Montag fortgesetzt werden. Zunächst hatten die Parteien angekündigt, bis Freitag ein Ergebnis anstreben zu wollen. Es habe sich um eine schwierige Runde gehandelt, hieß es in Kreisen.

Der Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Claus-Harald Güster, wies unterdessen darauf hin, dass ein Scheitern der Gespräche immer noch möglich sei. "Für Vollzugsmeldungen und allgemeines Aufatmen ist es sicherlich noch zu früh – leider", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". So lange Rewe seine Beschwerde gegen die Ministererlaubnis nicht zurückgezogen habe, gehe für die Beschäftigten das Bangen weiter.

Im Ringen um die Zukunft der Supermarktkette hatten sich die Unternehmen Tengelmann, Edeka und Rewe in einem Schlichtungsverfahren auf einen Interessensausgleich geeinigt, der den Weg für eine Übernahme der Kette durch Edeka frei machen soll. Über den konkreten Inhalt des Interessenausgleichs wurde Stillschweigen vereinbart.

Dabei soll nach dpa-Informationen unter anderem ein Teil der Filialen in Berlin mit einem Bruttoumsatz von 300 Millionen Euro an Rewe gehen. Erst nach einer abschließenden Einigung wird damit gerechnet, dass Rewe mit der Rücknahme seiner Beschwerde gegen die Ministererlaubnis den Weg für eine Fusion von Edeka mit Kaiser's Tengelmann endgültig frei macht. Norma und Markant hatten dies bereits getan.

Kaiser's Tengelmann beschäftigt heute in gut 400 Filialen in München und Oberbayern, im Großraum Berlin und im Rheinland noch rund 15 000 Mitarbeiter. Doch schreibt die Supermarktkette schon seit der Jahrtausendwende rote Zahlen. Miteigentümer Karl-Erivan Haub hatte deshalb vor zwei Jahren beschlossen, das Unternehmen an Edeka zu verkaufen.

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