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Im Internet gibt es jetzt einen „Persönlichen Inflationsrechner“.

Ein Kaleidoskop aus Preisen

Wiesbaden - Die amtlich festgestellte Inflationsrate für August von 0,0 Prozent bedeutet bei weitem nicht, dass sich bei den Preisen nichts bewegt hat. Im Internet gibt es jetzt einen „Persönlichen Inflationsrechner“.

Eine Anzahl Waren oder Dienstleistungen wurden billiger, viele aber auch teurer. Nicht jede Änderung hat freilich das gleiche Gewicht. Wie das alles zusammenhängt, können Verbraucher sich seit neuestem auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes buchstäblich vor Augen führen.

Der „Persönliche Inflationsrechner“ im Internet

Preis-Kaleidoskop nennen die Wiesbadener Statistiker einen neuartigen und originellen Versuch, Laien die Geheimnisse von Inflationsrate und Warenkorb zu vermitteln. Der Warenkorb, auf dessen Grundlage die Teuerungsrate allmonatlich errechnet wird, ist durch unterschiedlich große Segmente in einem runden Fenster dargestellt.

Die einzelnen Waben oder Blasen erinnern in ihren unterschiedlichen Farben an ein Kaleidoskop. An den Farben lässt sich ablesen, ob ein Bereich billiger oder teurer geworden ist, an der Größe, welches Gewicht ihm im Warenkorb zukommt. Fährt man mit der Computermaus über die einzelnen Blasen, erfährt man, was sie darstellen.

Kein mühsames Tabellenlesen

Für interessierte Laien erschließt sich so ganz ohne mühsames Tabellenlesen, welche Produkte oder Dienstleistungen besonders viel zur Teuerung beigetragen haben und wo es die größten Veränderungen gab. Der auch optisch “größte Brocken“ beispielsweise umfasst “Wohnungsmieten und Mietwert von Eigentümerwohnungen“ mit einem Gewicht von 20,3 Prozent im Warenkorb und aktuell im August einer Preisänderung von plus 1,1 Prozent.

Zu den kleinsten Bereichen gehört “Personenbeförderung im See- und Binnenschiffverkehr“ mit einem Gewicht von 0,1 Prozent und einer aktuellen Verteuerung um 4,4 Prozent. Das neue Preis-Kaleidoskop ist auf der Internetseite www.destatis.de unter der Themenrubrik “Preise“ zu finden. Wer dann Interesse geschöpft hat und mehr Einzelheiten erfahren will, findet auf der Seite des Statistischen Bundesamt reichlich weitere Informationen, zum Beispiel über die ganz detaillierte Zusammensetzung des Warenkorbs. Ein “persönlicher Inflationsrechner“ ermöglicht es sogar, die Gewichtung einiger Warengruppen an eigene Verbrauchsgewohnheiten anzupassen.

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