LBS kann Neugeschäft kräftig steigern

- München - Mit Sofortfinanzierungen zu einem festen Zinssatz auf 20 Jahre hat die Bayerische Landesbausparkasse 2005 ihr Neugeschäft kräftig gesteigert. Die Kombination einer zehnjährigen Festzinshypothek mit einem Bauspardarlehen macht inzwischen als Finanzierertarif 43 Prozent des Neugeschäfts aus, sagte Geschäftsleitungssprecher Franz Wirnhier.

Im Modell, das ein ausreichendes Eigenkapital verlangt, wird eine Festzinshypothek aufgenommen und tilgungsfrei gestellt. Aus der Tilgung wird ein Bausparvertrag bedient, der nach zehn Jahren zugeteilt wird und damit die Hypothek ablöst. Nach 20 Jahren ist alles getilgt und das zu einem durchschnittlichen festen Zinssatz von gut 4,5 Prozent.

Die LBS will mit ihrer Markt- und Finanzierungsoffensive ihr eigentliches Geschäft - das Darlehen - stärken. Die Kunden sind sparwillig - die Sparquote ist bundesweit innerhalb von fünf Jahren von 9,2 auf 10,7 Prozent gestiegen - und verzichten dann auf das Darlehen. So hat die LBS 2005 rund 1,7 Milliarden Euro eingenommen, davon wurden 895 Millionen Euro ausbezahlt und nur für 475 Millionen Euro wurden Darlehen abgenommen. Die sehr niedrigen Kapitalmarktzinsen würden die Kunden veranlassen, so Wirnhier, "auf ihren Darlehensanspruch zu verzichten".

Als Grund für die Steigerung des 2005er-Absatzes um 25,5 Prozent auf eine Bausparsumme von rund sieben Milliarden Euro nannte Wirnhier den hohen Stellenwert der Immobilie für die private Altersvorsorge. Die LBS ist damit stärker als der Markt gewachsen. Jeder achte Bayer besitzt mindestens einen LBS-Bausparvertrag. Ein Prozent aller Ersparnisse in Deutschland wurden im vergangenen Jahr auf ein LBS-Konto einbezahlt. 2006 setzt sich die Entwicklung fort, das Absatzvolumen war im ersten Halbjahr mit 3,9 Milliarden Euro so hoch wie noch nie.

Das Ergebnis der LBS für 2005 lag mit 70,9 Millionen Euro im Schnitt der Vorjahre. Für 2006 rechnet Wirnhier mit einen Ergebnis von unter 60 Millionen Euro.

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