Kapitalerhöhung bis 5 Milliarden neue Aktien

- Genua/München - Die Aktionäre der italienischen Großbank Unicredit haben den Weg für die milliardenschwere Übernahme der HypoVereinsbank (HVB) freigemacht. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Genua stimmten sie für die notwendige Kapitalerhöhung.

Viele Konkurrenten strebten solche grenzüberschreitenden Fusionen an. "Aber wir sind die ersten, die sich bewegt haben", sagte Unicredit-Chef Alessandro Profumo. Damit hat die bisher größte grenzüberschreitende Bankenfusion in Europa eine entscheidende Hürde genommen.

Im Rahmen der Kapitalerhöhung kann Unicredit bis zu fünf Milliarden neue Aktien ausgeben. Unicredit bietet den HVB-Anteilseignern fünf eigene Aktien für einen Anteilsschein der zweitgrößten deutschen Bank. Damit wird die HypoVereinsbank nach derzeitigem Stand mit gut 16 Milliarden Euro bewertet. Die Großaktionäre wie die Stiftung CRT hatten bereits im Vorfeld grünes Licht für die Fusion signalisiert.

Die beiden Banken streben eine führende Position vor allem in Italien, Österreich, Süddeutschland und Osteuropa an. Dabei gilt insbesondere die HVB-Tochter Bank Austria, bei der das Osteuropageschäft der HypoVereinsbank-Gruppe gebündelt ist, als hochattraktiv.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Genug Aktionäre überzeugt: Finanzinvestoren übernehmen Stada
Das lange Übernahmeringen um den hessischen Arzneimittelhersteller ist beendet. Bain und Cinven haben im zweiten Anlauf die nötige Zustimmung der Aktionäre erreicht. Nun …
Genug Aktionäre überzeugt: Finanzinvestoren übernehmen Stada
Schweiz verhängt Zulassungsstopp für manipulierte Porsche-Cayenne-Wagen
Die Behörden in der Schweiz haben einen Zulassungsstopp für bestimmte Modelle des Porsche Cayenne verhängt. Grund dafür ist der Umweltschutz.
Schweiz verhängt Zulassungsstopp für manipulierte Porsche-Cayenne-Wagen
Unternehmer Wöhrl will insolvente Air Berlin übernehmen
Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat sein Interesse an der Übernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin signalisiert.
Unternehmer Wöhrl will insolvente Air Berlin übernehmen
Studie: Lufthansa-Monopol droht vor allem auf innerdeutschen Strecken
Eine Komplettübernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin würde der Lufthansa vor allem auf innerdeutschen Strecken zu einem starken Monopol verhelfen.
Studie: Lufthansa-Monopol droht vor allem auf innerdeutschen Strecken

Kommentare