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Für Karstadt-Mitarbeiter in Bayern brechen erneut unsichere Zeiten an.

Noch immer unsicher

Karstadt-Mitarbeiter in Bayern bangen um Jobs

München - Zwar werden vorerst keine Karstadt-Filialen in Bayern geschlossen, doch es drohen weiterer Stellenabbau und neue Einschnitte. Die Karstadt-Beschäftigten sind verunsichert.

Für Karstadt-Mitarbeiter in Bayern brechen erneut unsichere Zeiten an. 2000 Stellen sollen bundesweit wegfallen, keine Region ist dabei außen vor. Die neue Karstadt-Spitze hatte in der Nacht zu Freitag sechs Filialschließungen angekündigt, allerdings keine davon im Freistaat. Beschäftigte in Bayern sind trotzdem in Sorge: „Auch wenn man jetzt auf keiner Schließungsliste steht, ist die Zukunft nicht sicher“, sagte Dominik Datz vom Verdi-Bezirk Oberfranken West.

Viele Beschäftigte bangen wegen der kritischen Lage bei Karstadt seit Jahren um ihre Arbeitsplätze. Auch für die Innenstädte, die ohnehin unter der wachsenden Konkurrenz durch den Online-Handel leiden, sind die Kaufhäuser von großer Bedeutung.

Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl kündigte im „Handelsblatt“ (Freitag) Einsparungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld an. Neben den sechs Filialen, die ohnehin geschlossen werden sollen, stehen auch weitere Standorte auf dem Prüfstand: Bei weiteren acht bis zehn Filialen werde er individuelle Lösungen suchen, sagte Fanderl. „Wir sprechen etwa mit den Vermietern, ob es alternative Nutzungen für den Standort gibt und eine Chance besteht, früher aus den laufenden Mietverträgen herauszukommen.“

Bayerische Verdi-Vertreter reagierten verärgert angesichts der neuen Sparpläne: „Solche Konzepte greifen Menschen in die Tasche, die schon alles gegeben haben“, sagte Verdi-Bayern-Handelsleiter Hubert Thiermeyer. Es sei ein Reflex bei neueingestellten Karstadt-Managern, immer zuerst nach neuen Einsparungen und Stellenabbau zu rufen. Für die Zukunft der Warenhauskette sei das aber der falsche Weg. Verdi-Gewerkschaftssekretär Datz beklagte, dass noch immer kein klares Konzept der Karstadt-Führung erkennbar sei: „Das verunsichert die Beschäftigten natürlich enorm.“

In Bayern gibt es Karstadt-Filialen in Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Memmingen, Landshut, Nürnberg, Rosenheim und München. Davon sind zwölf Standorte klassische Karstadt-Warenhäuser, zwei Karstadt Sports sowie das Kaufhaus Oberpollinger in München, das zur Karstadt Premium Group gehört.

dpa

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