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Die Schließungspläne für Karstadt in Mönchengladbach sind vom Tisch. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Stadt kauft Gebäude

Karstadt ändert Schließungspläne: Ein Haus gerettet

Mönchengladbach - Der angeschlagene Karstadt-Konzern wird seine Filiale in Mönchengladbach nun doch nicht schließen. Die meisten der derzeit 100 Arbeitsplätze könnten erhalten bleiben, teilte das Unternehmen mit.

Vorausgegangen waren Verhandlungen mit der Entwicklungsgesellschaft der Stadt und deren Entschluss, das Karstadt-Gebäude im Stadtteil Rheydt anzukaufen.

Karstadt hatte im Mai angekündigt, im Zuge der Sanierung 2016 die Filialen in Recklinghausen, Bottrop, Mönchengladbach-Rheydt, Dessau und Neumünster aufzugeben. Die Standorte hätten keine Zukunftsperspektive.

Konzernchef Stephan Fanderl erklärte jetzt: "Mönchengladbach hat insgesamt eine positive Entwicklung bei Kaufkraft, Einwohnerzahl und Beschäftigungsverhältnissen und es gibt eine hohe Bereitschaft der Stadt, unseren Standort und das Einzugsgebiet in Rheydt weiter attraktiv zu gestalten."

Möglich wurde der Schritt durch das Engagement der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG), die das Karstadt-Haus für einen mittleren Millionenbetrag vom bisherigen Eigentümer Highstreet übernimmt und umbaut, so dass ein Teil der bislang von Karstadt genutzten Fläche künftig an andere Händler vermietet werden kann.

Ziel sei es, Karstadt als zentralen Kundenmagneten zu erhalten, sagte EWMG-Chef Ulrich Schückhaus. Karstadt hatte im Mai angekündigt, im Zuge der Sanierung 2016 die Filialen in Recklinghausen, Bottrop, Mönchengladbach-Rheydt, Dessau und Neumünster aufzugeben. Den anderen Standorten macht Fanderl allerdings wenig Hoffnung auf ähnlich gute Nachrichten. An den anderen Schließungsstandorten seien die Rahmenbedingungen erheblich schwieriger. Dort blieben die Schließungsbeschlüsse in Kraft.

dpa

Karstadt-Mitteilung

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