Karstadt hält Kaufhof-Übernahme prinzipiell für "sinnvoll"

Essen/Düsseldorf - Ein Zusammenschluss der Kaufhaus-Konzerne Karstadt und Kaufhof ist nach Aussage beider Häuser prinzipiell nicht ausgeschlossen. "Rein abstrakt gesehen wäre das sinnvoll", sagte Karstadt-Chef Peter Wolf der "Financial Time Deutschland" (FTD, Dienstagsausgabe).

Beide Geschäftsmodelle seien ähnlich. Gespräche gebe es bislang aber nicht, erklärten am Dienstag die Konzern-Muttergesellschaften Arcandor und Metro. Metro-Chef Eckhard Cordes hatte vergangene Woche angekündigt, Kaufhof nicht länger als strategisches Geschäft anzusehen. Die Warenhäuser stehen nun zum Verkauf. Der Wert wird in der Branche auf drei Milliarden Euro geschätzt.

Wolf sagte der Zeitung aber, er halte es für realistisch, dass Finanzinvestoren Interesse an Kaufhof zeigen könnten. Warenhäuser stünden im Fokus der Öffentlichkeit und hätten Zukunft. Unter Berufung auf Analysten schreibt die FDT, Karstadt könne sich auch mit einem Finanzinvestor verbünden, um die Investitionssumme stemmen zu können. Eine Kooperation von Finanzinvestoren und einem Unternehmen aus der Branche hält Wolf für notwendig, damit Synergien gewonnen werden könnten.

Die Sprecher von Arcandor in Essen und Metro in Düsseldorf wollten sich zu den Spekulationen nicht äußern. "Prinzipiell schauen wir uns alles an", hieß es in Düsseldorf. Es gebe Anfragen von Interessenten, aber noch keine Gespräche. In Essen blieb es bei früheren Aussagen,dass man das Geschehen mit Interesse verfolge.

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