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Hoffnung für Karstadt? “Wir glauben an das Unternehmen“, sagte Triton-Sprecher Max Hohenberg.

Triton legt Angebot für Karstadt vor

Düsseldorf - Neue Hoffnung für die 25.000 Karstadt-Beschäftigten: Die deutsch-skandinavische Investmentfirma Triton hat ein Kaufangebot für die zahlungsunfähige Warenhauskette vorgelegt.

Allerdings verlangt Triton als Bedingung für einen Einstieg weitere Zugeständnisse der Mitarbeiter und der Vermieter, wie ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur DAPD am Freitag mitteilte. Nach Angaben des Insolvenzverwalters ist es bislang das einzige Angebot. “Wir glauben an das Unternehmen“, sagte Triton-Sprecher Max Hohenberg. Zerschlagungsszenarien stünden für Triton nicht auf der Tagesordnung.

Zusammen mit dem Kaufangebot habe der Investor auch ein strategisches Konzept vorgelegt. Triton wolle auch frisches Kapital in das Unternehmen stecken. Für einen Erfolg seien aber die Kooperation aller Beteiligten und weitere Zugeständnisse ihrerseits notwendig. Ziel sei eine Restrukturierung, die Karstadt zukunftsfähig mache.

Insolvenzverwalter will Angebot rasch prüfen

Zum gebotenen Kaufpreis machte der Sprecher keine Angaben. Doch betonte er, der Kaufpreis sei ohnehin zweitrangig, wichtiger sei die Re-Kapitalisierung des Unternehmens. Doch nannte er auch hier keine Summen.

Der Sprecher des Insolvenzverwalters kündigte an, Insolvenzverwaltung und Geschäftsleitung würden die Angebotsunterlagen nun so zügig wie möglich und gründlich wie nötig prüfen. Ziel sei es, sobald als möglich einen Kaufvertrag zu unterzeichnen. Die vom Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg gesetzte Frist für die Vorlage von konkreten Kaufangeboten war am Freitagnachmittag um 17.00 Uhr abgelaufen.

dapd

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