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Karstadt muss sparen - und kürzt sein Warenangebot.

Karstadt verkauft keine Multimedia-Artikel mehr

Hamburg - Zu lange ein zu großes Sortiment - das soll sich ändern. Jetzt will das Kaufhaus Karstadt sparen und kürzt sein Warenangebot. Als erstes verzichtet man auf Multimedia-Artikel.

Computer und Fernseher werden Kunden in den Karstadt-Warenhäusern künftig vergeblich suchen. Aus dem Multimediageschäft wird sich Karstadt in den nächsten 18 Monaten zurückziehen, wie Konzernchef Andrew Jennings der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe) sagte. Auch die Buchbereiche schaue man sich an.

Karstadt sei ein Unternehmen im Wandel und wolle sein Profil als modernes Warenhaus schärfen, sagte Jennings. „Wir fokussieren uns auf Mode, Wohnen, Sport und Personality, also Schmuck, Uhren, Kosmetik“, fügte er hinzu. Gleichzeitig solle das Sortiment reduziert werden, bei Mode beispielsweise um 20 Prozent.

„Wir hatten zu lange ein viel zu breites Sortiment“, sagte Jennings. „Der Händler muss für seine Kunden eine sinnvolle Vorauswahl treffen, die das Einkaufen erleichtert.“ Jennings kündigte an, dass künftig jedes Jahr jede einzelne Marke auf Rentabilität überprüft werde. Was beim Kunden nicht ankomme, solle schneller als bisher ausgelistet werden.

Der Manager kündigte ein hartes Geschäftsjahr an. Wetter, Konjunktur und Umbau belasteten das Geschäft. Der konjunkturelle Gegenwind werde die Gesundung möglicherweise weiter verzögern. Er habe aber keinen Zweifel daran, dass Karstadt mit seiner neuen Strategie auf dem richtigen Weg sei und dabei den vollen Rückhalt des Eigentümers Nicolas Berggruen habe.

Jennings ist zuversichtlich, dass bei Karstadt „in diesem Herbst und erst recht im Frühjahr 2013 ein dramatischer Wandel sichtbar“ werden wird. 2014 werde er noch deutlicher. Der Brite mit breiter internationaler Erfahrung in der Warenhausbranche ist seit gut einem Jahr Vorsitzender der Geschäftsführung des von Berggruen aus der Insolvenz übernommenen Konzerns.

dapd

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