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Karstadt steht vielleicht besser da als zuletzt gedacht.

Karstadt macht angeblich wieder Gewinn

Hamburg - Obwohl Karstadt und andere insolvente Tochterunternehmen des Touristik- und Handelskonzerns Arcandor ums Überleben kämpfen, schreiben die Kaufhäuser laut einem Zeitungsbericht wieder schwarze Zahlen.

Der operative Gewinn der Karstadt-Häuser habe in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs (30.9.) bei sieben Millionen Euro gelegen, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Freitag) unter Berufung auf das Gutachten für den gescheiterten Bürgschaftsantrag von Arcandor.

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Im gesamten vorigen Geschäftsjahr hatte Karstadt einen operativen Verlust von 272 Millionen Euro erlitten. Arcandor hatte die Veröffentlichung der Zwischenbilanz auf den 18. Juni verschoben, wollte den Termin aber zuletzt nicht mehr bestätigen. Am Donnerstagabend war bei dem Konzern niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers loben laut dem Bericht in dem Gutachten Karstadts Geschäftsentwicklung. "Bezogen auf die Umsatzrendite zeigt sich bei Karstadt ein klar positiver Trend", zitiert die Zeitung aus dem Gutachten. Gegen die Kreditbürgschaft in Höhe von 650 Millionen Euro sprach aus Sicht der Wirtschaftsprüfer vor allem der fehlende Kapitalpuffer: Arcandor verfüge "nach den Restrukturierungsaktivitäten der vergangenen Jahre mittlerweile über keine freie Substanz mehr".

In der zweiten insolventen Arcandor-Sparte, dem Versandhandel ("Quelle"), sieht es dem Bericht zufolge schlechter aus. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs sei ein operativer Verlust von 57 Millionen Euro aufgelaufen. (Der Bericht lag vorab in redaktioneller Fassung vor.)

dpa

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