Karstadt: Neuer Chef kritisiert alte Führung

- Essen - Der neue Vorstandschef des in die roten Zahlen gerutschten Karstadt-Quelle-Konzerns hat die alte Unternehmensführung kritisiert und den geplanten Stellenabbau verteidigt. Der Chef von Europas größtem Versand- und Warenhauskonzern, Christoph Achenbach, rügte "fehlende Entschluss- und Umsetzungsfreudigkeit" der alten Führung. Achenbach hatte im Juni den Chefposten von Wolfgang Urban übernommen.

"Unsere Ausgangslage hat sich in den vergangenen Monaten auf breiter Front deutlich verschlechtert", sagte Achenbach der Karstadt-Mitarbeiterzeitung. "Für unser Ziel, den Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu bringen, müssen wir alle gemeinsam noch sehr viel harte und engagierte Arbeit leisten", forderte Achenbach. "Wir werden aufgrund unserer schlechten Umsatz- und Ertragslage nicht darum herumkommen, von allen einen Beitrag zur Sanierung der Karstadt-Quelle AG zu fordern." Um das Unternehmen zu straffen, hatte Achenbach Anfang Juli den Abbau von 4000 Arbeitsplätzen innerhalb der Warenhaustochter angekündigt.<BR>

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