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Berggruen will alle 120 Filialen erhalten.

Karstadt: 80 Unterschriften fehlen noch

Berlin - Nach monatelangem Ringen um Karstadt hoffen die Beschäftigten am Freitag auf die Bestätigung des Rettungskonzepts. Doch noch fehlen 80 Unterschriften. Deadline ist um halb zehn am Vormittag.

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Weiterer Schritt zur Rettung von Karstadt

Das Amtsgericht Essen will über die Annahme des Insolvenzplans für die Warenhauskette entscheiden. Die letzte große Hürde für ein Fortbestehen des Konzerns war am Donnerstag genommen worden. Alle Gläubiger des Vermieterkonsortiums Highstreet stimmten den von Investor Nicolas Berggruen geforderten Mietsenkungen grundsätzlich zu. Das bestätigte ein Highstreet-Sprecher. Bis zum späten Donnerstagabend lagen zunächst aber noch nicht alle benötigten Unterschriften vor.

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Karstadt: Von der Leyen spricht von Hoffnung

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) äußerte sich dennoch zuversichtlich. “Noch sind die Verträge alle nicht so unterschrieben und bestätigt, dass man aufatmen kann. Aber inzwischen zeichnet sich doch ab, dass wir berechtigte Hoffnung haben können, dass es nicht zu einer Liquidation von Karstadt kommt“, sagte die Ministerin. Sie war am späten Donnerstagabend zu einem kurzen Treffen mit Berggruen und Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg im Karstadt- Haus am Berliner Kurfürstendamm gekommen.

Berggruen will alle 120 Filialen erhalten

Görg sagte am Donnerstagabend, dass ihm die letzten Zustimmungen aus dem Kreis der Kreditgeber für Highstreet vorerst noch nicht schriftlich vorlägen. Er freue sich, dass strittige wirtschaftliche Fragen inzwischen gelöst seien. “Aber richtig freuen kann ich mich erst, wenn die Tinte trocken ist, und das ist sie eben noch nicht.“

Die Zustimmung der Gläubiger ist die Bedingung dafür, dass die Mietverträge geschlossen werden können. Nur dann kann der Essener Insolvenzrichter den Insolvenzplan am Freitag billigen. Erst dann kann die Übernahme durch Berggruen erfolgen. Der Gerichtstermin war bereits mehrfach verschoben worden.

Die Einigung mit Highstreet auf niedrigere Mieten war eine Voraussetzung für den Einstieg Berggruens. Das Immobilienkonsortium, hinter dem unter anderem die US-Investmentbank Goldman Sachs und die Deutsche Bank stehen, hatte sich selbst Geld bei Kapitalgebern geliehen, um die meisten der Warenhaus-Filialen zu erwerben und dann an Karstadt zurückzuvermieten. Für diese Gläubiger bedeuten niedrigere Mieten auch eine geringe Rendite.

Berggruen will alle 120 Filialen erhalten. Investieren will er 70 Millionen Euro eigenes Kapital, sobald der Kaufvertrag in Kraft tritt. Die Marke Karstadt soll verjüngt und modischer werden. Es wird damit gerechnet, dass der 48 Jahre alte Finanzier in Kürze Details zu seinem Konzept vorlegt.

dpa

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