Karstadt: Verliert Chef den Rückhalt?

- Frankfurt - Die Tage von Christoph Achenbach an der Spitze des angeschlagenen Handelskonzerns Karstadt-Quelle könnten einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge gezählt sein. "Herr Achenbach hat den Rückhalt im Aufsichtsrat verloren", zitierte die Zeitung ein namentlich nicht genanntes Aufsichtsratsmitglied. "Die Stimmung ist gegen ihn."

<P class=MsoNormal>Dem Bericht zufolge trifft sich der Aufsichtsrat des Konzerns am Donnerstagnachmittag zu einer Sitzung in der Zentrale der Unternehmenstochter Neckermann in Frankfurt. Auf die Tagesordnung sei auch ein Punkt "Vorstandspersonalien" gesetzt worden. Kurz zuvor beschäftige sich der Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit der Personalie Achenbach und berate, ob der bis März 2006 laufende Vertrag des Vorstandschefs verlängert werde, hieß es in dem Bericht weiter.</P><P class=MsoNormal>Als Nachfolger sind der Zeitung zufolge Finanzvorstand Harald Pinger und Klaus Eierhoff, Chef des Luxemburger Unternehmens Thiel Logistik, im Gespräch. Als möglicher Interimsnachfolger gelte der für die Warenhaussparte zuständige Vorstand Helmut Merkel.</P><P class=MsoNormal>Erst Mitte März hatte der Aufsichtsrat des Konzerns öffentlich Stellung zu Gerüchten über eine mögliche Ablösung Achenbachs genommen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Middelhoff dementierte damals einen Zeitschriftenbericht, wonach Achenbach seinen Rücktritt angeboten habe. "Der Aufsichtsrat der Karstadt-Quelle AG plant nicht die Absetzung von Dr. Christoph Achenbach." Achenbach besitze "das volle Vertrauen des Aufsichtsrats".</P>

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