Karstadt-Häuser: Noch vier Bieter im Rennen

- Essen - Die Verhandlungen über den Verkauf der 75 kleinen Warenhäuser des angeschlagenen Handelskonzerns Karstadt-Quelle kommen in die entscheidende Phase. Aus einem Kreis von neun Bietern seien vier Interessenten ausgewählt worden, berichtete das Unternehmen. Nun werde mit den ausgewählten Bewerbern über Details verhandelt, hieß es. Die Angebote der nun ausgeschiedenen Bieter für die kleinen Häuser mit weniger als 8000 Quadratmetern Verkaufsfläche seien schlechter für das Unternehmen gewesen. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der zunächst als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Finanzinvestor BC Partners derzeit nicht mehr im Rennen sein.

Bis Ende September wolle der Konzern sein geplantes Verkaufsprogramm fristgerecht umsetzen und neben den kleinen Warenhäusern auch die Fachhandelsketten Sinn-Leffers, Wehmeyer, Runners Point und Golf House verkaufen, hieß es. "Wir sind mit unseren Restrukturierungsbemühungen voll im Plan", sagte Karstadt-Quelle-Sprecher Jörg Howe. Unter dem Begriff "Karstadt-Quelle Neu" werden nach Angaben des Unternehmens die aktuellen Planungen zur Sanierung des Konzerns zusammengefasst. Spekulationen über mögliche Zweifel an den Verkaufsabsichten wies er zurück.<BR><BR>Der geplante Verkauf der 75 kleinen und mittleren Warenhäuser soll nach den Planungen zwischen 400 und 600 Millionen Euro in die Kassen des Unternehmens bringen. Nach Informationen der Zeitung soll BC Partners 400 Millionen Euro geboten haben. Ein Unternehmenssprecher wollte sich nicht zu einzelnen Interessenten äußern.<BR>Im Rahmen der Sanierung des Handelskonzerns waren die geplanten Verkäufe beschlossen worden. 89 große Warenhäuser sollen hingegen von dem Unternehmen komplett umgestaltet und attraktiver gemacht werden.

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