KarstadtQuelle senkt Umsatz - und Ergebnisprognose

- Essen/Frankfurt - Der angeschlagene KarstadtQuelle-Konzern hat seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr nach einem Einbruch im Versandhandel gesenkt. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde die Prognose von bisher mehr als 500 Millionen Euro auf mehr als 350 Millionen Euro zurückgenommen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Aktie wurde zunächst vom Handel ausgesetzt. Das Unternehmen kündigte ein umfangreiches Maßnahmenpaket an, um das Restrukturierungstempo im Versand zu erhöhen.

Die Probleme von KarstadtQuelle im Versandhandel seien größer als angenommen. "Hier sind über Jahre hinweg Anpassungsmaßnahmen unterlassen worden, die jetzt schnell und konsequent umgesetzt werden müssen", sagte der neue Vorstandschef Thomas Middelhoff am Donnerstag in Frankfurt. Das Desinvestitionsprogramm soll umfangreicher als bisher geplant fortgesetzt werden und 1,1 Milliarden Euro deutlich überschreiten.Als Sofortmaßnahme zur Sanierung der Versandtöchter wird der neunköpfige Vorstand der Versandhandelssparte aufgelöst, kündigte Middelhoff an. Die Neckermann AG und die Quelle AG werden in Gesellschaften mit beschränkter Haftung umgewandelt. Geschäftsführer der Neckermann GmbH wird Bernd Oppenrieder, Geschäftsführer bei der Quelle GmbH werden Michael Badke und Konzernvorstand Harald Pinger. Mit der Arbeitnehmerseite soll über ein Programm zur Zukunftssicherung verhandelt werden. Die Verhandlungen sollen bis September abgeschlossen sein.

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