Kartellamt bremst RTL

- Bonn - Das Bundeskartellamt hat erhebliche Bedenken gegen die geplante vollständige Übernahme des Fernseh-Nachrichtensenders n-tv durch RTL. Die alleinige Kontrolle über den bisher zu je 50 Prozent von RTL und CNN/Time Warner gehaltenen Sender würde die gemeinsame marktbeherrschende Stellung der RTL Group und der ProSiebenSat.1 verstärken, erklärten die Wettbewerbshüter.

Das Bundeskartellamt schickte deshalb der RTL Television GmbH eine Abmahnung. Die RTL Group verfüge mit ihren Sendern RTL, Vox, Super RTL und n-tv gemeinsam mit dem Konkurrenten ProSiebenSat.1 bereits heute über eine marktbeherrschende Stellung auf dem deutschen Fernsehmarkt, erläuterte die Behörde. Nach bisherigen Erkenntnissen führe der geplante Erwerb der restlichen 50 Prozent der Anteile an n-tv zur Absicherung und damit zur Verstärkung dieser kollektiven marktbeherrschenden Stellung.

Mit der alleinigen Kontrolle durch RTL ginge nach den bisherigen Ermittlungen eine Erhöhung und Intensivierung der Einflussmöglichkeiten auf n-tv einher, erklärte das Bundeskartellamt. Die RTL Gruppe könnte alle Entscheidungen alleine treffen und die Geschäfte bestimmen.

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