Kartellamt: Millionen-Bußen für Versicherer?

- Bonn - Das Bundeskartellamt will nach Informationen der "Financial Times Deutschland" wegen verbotener Preisabsprachen Bußgelder in Millionenhöhe gegen führende deutsche Industrieversicherer und ihre Manager verhängen. Versicherungskreise rechneten mit einer möglichen Gesamthöhe der Bußgelder zwischen 50 und 100 Millionen Euro. Einzelne Manager müssten mit Bußgeldern bis zu einem Jahresgehalt rechnen, die für die meisten aber ihre Unternehmen zahlen.Die betroffenen Unternehmen hätten nach der Zustellung der Beschuldigungsschreiben nun noch bis Ende Oktober Gelegenheit zur Stellungnahme. Eine Entscheidung über die Bußgelder werde erst danach fallen.

Das Bundeskartellamt ermittelt bereits seit Jahren gegen 18 deutsche Industrieversicherer. Unter den Beschuldigten sind laut Kartellamt Deutschlands größter Industrieversicherer Allianz, der Branchenzweite Gerling, die Nummer drei HDI (Haftpflichtverband der Deutschen Industrie) sowie die AXA, die Aachener und Münchener, die Gothaer Allgemeine und die Victoria. Den Versicherern werden Absprachen sowohl über Prämienerhöhungen als auch über eine Angleichung der Versicherungsbedingungen vorgeworfen. Ausgelöst worden waren die Ermittlungen vor mehreren Jahren durch Hinweise von Konkurrenten und von Industrieunternehmen, die unter Prämienerhöhungen litten.<BR>

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