SEK-Einsatz in Düsseldorf: Siebenjähriges Mädchen getötet 

SEK-Einsatz in Düsseldorf: Siebenjähriges Mädchen getötet 

Kartellamt nimmt Telekom ins Visier

Bonn - Das Bundeskartellamt prüft wegen angeblich wettbewerbswidriger Vertriebsabsprachen die Einleitung eines Verfahrens gegen die Deutsche Telekom.

Das sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag auf Nachfrage und bestätigte damit einen Bericht der “Wirtschaftswoche“ (Wiwo).

Zuvor hatte das Magazin berichtet, dass die Vertriebserfolge des Bonner Unternehmens im Festnetz und Mobilfunk unter dem Verdacht stünden, durch den Aufbau eines Kartells mit den Konkurrenten Freenet und Debitel zustande gekommen zu sein. Diese Vorgänge “könnten einen Verstoß gegen Wettbewerbsvorschriften darstellen“, sagte der Kartellamtssprecher weiter. Die Telekom wies die Vorwürfe zurück.

Zwischen den Jahren 2006 und 2008 soll der Bonner Konzern der “Wirtschaftswoche“ zufolge Debitel und Freenet verstärkt als Vertriebspartner für die eigenen Produkte eingesetzt haben, um den Kundenschwund im Festnetz zu stoppen und im Mobilfunk neue hinzuzugewinnen. Dazu habe sie die Doppelrolle der beiden Unternehmen im Telekommunikationsmarkt genutzt.

Auf der einen Seite sind sie nämlich als Mobilfunk-Dienstleister Konkurrenten der Telekom, die Handys mit eigenen Tarifen vermarkten. Andererseits fungieren sie als Vertriebspartner des Bonner Konzerns, indem sie deren Produkte verkaufen. Der Telekom soll nun eine bevorzugte Vermarktung eingeräumt worden sein. Dabei seien Prämien und Zuschüsse in Millionenhöhe gezahlt worden. Darüber hinaus sollen auch eine geringe Zahl besonders wertvoller Mobilfunkkunden zur Telekom weitergeleitet worden sein.

Es habe keine Abwanderung von Mobilfunkkunden der Freenet zur Telekom gegeben, erklärte dagegen die Telekom zu den Vorwürfen. Über einen solchen Schritt hätte das Unternehmen das Kartellamt informiert, wie es in der Vergangenheit schon einmal geschehen sei. Dass die Behörde prüfe, ob sie Ermittlungen einleite, sei zudem nicht ungewöhnlich. “Wir sind in Gesprächen mit dem Bundeskartellamt und werden die Sachlage erläutern“, hieß es weiter.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neuerung an der Kasse: Das wird viele Lidl-Kunden freuen
Beim Discounter Lidl gibt es eine Neuerung an der Kasse. Was sich für Kunden jetzt ändert.
Neuerung an der Kasse: Das wird viele Lidl-Kunden freuen
Audi-Chef Stadler legt Haftbeschwerde ein
München (dpa) - Audi-Chef Rupert Stadler hat Beschwerde gegen die Untersuchungshaft eingelegt. Das sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II. Die …
Audi-Chef Stadler legt Haftbeschwerde ein
Wie Audi aus belastetem Industriegelände ein Zukunfts-Areal macht
Wiederverwertet wird vieles. Doch wie macht man das mit einem belasteten Industriegelände? Audi bereitet ein Raffinerieareal in Ingolstadt auf. Ein Projekt mit und für …
Wie Audi aus belastetem Industriegelände ein Zukunfts-Areal macht
Audi-Chef Stadler legt Haftbeschwerde ein
Rupert Stadler setzt sich gegen seine Untersuchungshaft zur Wehr. Der Audi-Chef legt Beschwerde gegen seine Inhaftierung ein.
Audi-Chef Stadler legt Haftbeschwerde ein

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.