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Verbotene Preisabsprachen: Fünf führende deutsche Hersteller von Brillengläsern sind jetzt vom Kartellamt zu Geldbußen verdonnert worden.

Kartellamt verhängt hohe Geldbuße gegen Brillenglashersteller

Bonn - Das Bundeskartellamt hat gegen die fünf führenden deutschen Brillenglashersteller und den Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) Bußgelder verhängt: Wegen Preisabsprachen sind jetzt viele Millionen Euro Strafe fällig.

Bußgelder in einer Gesamthöhe von 115 Millionen Euro hat das Kartellamt verhängt. Die Wettbewerbshüter werfen den Unternehmen verbotene Preisabsprachen vor. Der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt sagte am Donnerstag in Bonn: “Die Absprachen der Brillenglashersteller haben den Wettbewerb in diesem Markt über Jahre fast vollständig zum Erliegen gebracht.“

Auch sieben Verantwortliche Mitarbeiter der Unternehmen wollen die Wettbewerbshüter zu Kasse bitten. Bei den betroffen Unternehmen handelt es sich um die Rodenstock GmbH, die Carl Zeiss Vision GmbH, die Essilor GmbH, die Rupp+Hubrach Optik GmbH, und die Hoya Lens Deutschland GmbH. Die Firmen hätten sich regelmäßig über Preiserhöhungen gegenüber den Augenoptikern abgestimmt.

“Leidtragender davon war letzten Endes der Verbraucher, an den diese Preissteigerungen weitergereicht wurden“, sagte Mundt. Die Geldbußen sind noch nicht rechtskräftig. Zwei der betroffenen Unternehmen und der Verband haben sich nach Angaben des Bundeskartellamtes aber bereits zu einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung bereiterklärt.

dapd

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