Millionenstrafe gegen Hörgerätehersteller

Bonn - Das Bundeskartellamt hat gegen einen führenden Hörgeräte-Hersteller ein Bußgeld von 4,2 Millionen Euro verhängt. Das Unternehmen soll Einfluss auf Verkaufspreise genommen haben.

Das baden-württembergische Unternehmen Phonak habe auf die Verkaufspreise seiner Produkte Einfluss genommen, teilte das Kartellamt am Donnerstag in Bonn mit.

Hörgeräte werden über sogenannte Hörgeräte- Akustiker verkauft, die sie gleich auch testen und einstellen. In dem Fall, um den es hier ging, hatte ein bestimmter Hörgeräte- Akustiker Geräte von Phonak deutlich unter dem üblichen Preis angeboten. Daraufhin beschwerten sich andere Hörgeräte-Akustiker aus ganz Deutschland bei Phonak, worauf das Unternehmen mit einer Liefersperre gegen den “Preisbrecher“ reagierte.

Dieser sah sich dadurch gezwungen, seine Preise für die Hörgeräte anzuheben. Nach Überzeugung des Bundeskartellamtes ist dies nicht als isolierter Fall zu betrachten, vielmehr sollte damit ein Exempel statuiert werden. Phonak bestreite dies, wolle die Entscheidung des Kartellamts aber nicht anfechten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Bonn/Frankfurt (dpa) - Die Deutsche Post ist mit Millionen erfundenen Briefen betrogen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittele in dem Fall, sagte ein Postsprecher.
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Noch 30 "technische Risiken" in BER-Fluggastterminal
Berlin (dpa) - In dem noch nicht fertiggestellten Fluggastterminal des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld bestehen derzeit etwa 30 "technische Risiken" von …
Noch 30 "technische Risiken" in BER-Fluggastterminal
Post bei Brief-Rabattzahlungen um bis zu 100 Millionen Euro betrogen
Die deutsche Post ist offenbar um eine hohe Millionensumme betrogen worden. Es geht um Rabattzahlungen bei gebündelten Briefen. Drei Beschuldigte sitzen bereits hinter …
Post bei Brief-Rabattzahlungen um bis zu 100 Millionen Euro betrogen
Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal
Nach elf Jahren Bauzeit werden die Mängel am Hauptstadtflughafen BER nach und nach beseitigt. Aktuell sollen im Fluggastterminal noch 30 „technische Risiken“ bestehen.
Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

Kommentare