Kaufkraft-Rennen: Umland von Frankfurt gegen Region München

- München - Um Frankfurt am Main ballt sich die größte Kaufkraft. Nach einer von "Capital" veröffentlichten Untersuchung liegt das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Bürger im Hochtaunuskreis mit 25 100 Euro an der Spitze, der Main-Taunus-Kreis liegt mit 24 200 Euro auf Platz drei. Dazwischen hat sich mit 24 950 Euro der Landkreis Starnberg geschoben.

Insgesamt stagniert der Studie des Marktforschungsinstituts GfK zufolge die Kaufkraft in Deutschland. Im Jahr 2005 ist sie um 1,5 Prozent gesunken. Davon soll sie im kommenden Jahr ein winziges Stück wettmachen: um 0,1 Prozent. Sie liege im Vergleich aber weiterhin hoch. Die Deutschen hätten beispielsweise mehr finanziellen Spielraum als Spanier und Iren, die aber trotzdem viel kauffreudiger seien.

Die ostdeutschen Bundesländer sind bei den verfügbaren Einkommen ihrer Bevölkerung weiterhin deutlich im Hintertreffen. Die schlechtesten 20 Regionen liegen alle im Osten. Schlusslicht ist der vorpommersche Landkreis Uecker-Randow auf Rang 439 aller deutschen Städte und Landkreise. Dort liegt das verfügbare Durchschnittseinkommen bei 12 050 Euro. Doch selbst die großen Städte im Osten liegen nicht sonderlich gut: Dresden auf Platz 303, Jena auf Rang 309, Leipzig auf Platz 350. München dagegen erreicht Platz 5.

Bundesweit wird die durchschnittliche Kaufkraft im kommenden Jahr nach den GfK-Berechnungen bei lediglich 17 600 Euro pro Kopf liegen. Nach Bundesländern liegt Hamburg mit 18 984 Euro knapp an der Spitze vor Hessen (18 958 Euro) und Bayern (18 843 Euro). Baden-Württemberg liegt mit 18 781 Euro Pro-Kopf-Einkommen auf Platz vier, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 18 110 Euro und Schleswig-Holstein mit 18 075 Euro. Auf Platz sieben liegt Rheinland-Pfalz (17 688 Euro), es folgen Niedersachsen (17 568), Bremen (16 702), Berlin (16 575) und das Saarland (16 443). Mit Platz zwölf kommt Brandenburg (15 016 Euro Pro-Kopf-Einkommen) von den neuen Ländern noch am besten weg. Es folgen Sachsen (14 627 Euro), Thüringen (14 384), Sachsen-Anhalt (14 174) und Mecklenburg-Vorpommern (14 071).

Auf den ersten Plätzen nach Städten und Kreisen folgen den drei Spitzenreitern Hochtaunuskreis, Kreis Starnberg und Main-Taunus-Kreis auf Platz vier der Landkreis München, unmittelbar danach die Stadt München. Position sechs nimmt nach der Studie der Landkreis Ebersberg ein, gefolgt von der Stadt Erlangen, Fürstenfeldbruck, dem Kreis Stormarn sowie, auf Platz zehn, Düsseldorf. Damit rangieren sechs bayerische Landkreise unter den ersten zehn. Auf Platz 15 folgt Dachau.

Doch auch die anderen Regionen Oberbayerns finden sich zummindest auf der oberen Hälfte der Liste: Miesbach Platz 26, Bad Tölz-Wolfratshausen Platz 33, Freising Platz 37, Erding Platz 53, Kreis Rosenheim Platz 80, Garmisch-Partenkirchen Platz 104, Weilheim-Schongau Platz 116, Stadt Rosenheim Platz 139, Mühldorf Platz 177.

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