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Wer hier steht, wusste früher, was gleich kommt: Ihre Wagennummer, bitte?

Warum die Kette immer Kunden diese Frage stellte

"Ihre Wagennummer?" Das steckt hinter dem Kaufland-Rätsel

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    Armin T. Linder
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München - Wer eine Kaufland-Filiale betrat und mit einem Einkaufswagen die Kasse ansteuerte, konnte sich sicher sein, dass ihm DIE FRAGE gestellt wird. Gibt es diese eigentlich noch? Und was steckt dahinter?

Wird bei Kaufland eigentlich noch nach der Wagennummer gefragt? Nachdem unser Artikel aus dem Jahr 2015 auf großes Interesse gestoßen war, wollten wir das jetzt, drei Jahre später, genauer wissen. Und bekamen eine Antwort: Nein, erklärt Unternehmenssprecherin Anna Münzing. Den Kunden bleibt die Frage nach der Wagennummer an der Kaufland-Kasse inzwischen erspart.

Sehr spannend: Die Sprecherin liefert auch gleich die definitive Erklärung, warum diese Maßnahme einst gestartet wurde. "Die Erfassung der Einkaufswagennummer wurde seinerzeit eingeführt, um einen sorgfältigen Kassiervorgang zu gewährleisten und sicherzustellen, dass kein Artikel vergessen wird", so Münzing. "Wir haben jedoch festgestellt, dass unsere Kassiererinnen und Kassierer dieses Hilfsmittel nicht brauchen, um gewissenhaft zu kassieren. Deshalb verzichten wir bereits seit einiger Zeit darauf."

Das Rätsel aus vergangener Zeit - es ist nun also endgültig gelöst.

Unser Artikel aus dem Jahr 2015

München - Samstag, Wocheneinkauf, Kaufland. Mittwoch, schnell noch was zum Essen holen, Kaufland. Montag, was beim Wocheneinkauf vergessen, Kaufland. Egal wann, egal wo in Deutschland, egal, was auf dem Einkaufszettel steht, eine Sache wird bei einem Einkauf in der Supermarktkette "Kaufland" immer, immer gleich ablaufen. Wenn Sie ihren Einkaufswagen zur Kasse schieben, senkt die Kassiererin zuerst den Blick, beugt sich ein Stück über das Band und fragt: Ihre Wagennummer, bitte? Und jedes Mal bleibt beim Kunden im Kopf ein Gedanke hängen: Was soll das? Postleitzahl oder Autokennzeichen erfragen viele Geschäfte, um den Wohnort ihrer Kunden zu erfahren, das wäre ja noch nachvollziehbar - aber die Einkaufswagennummer? Kann ich vielleicht was gewinnen?

Ähm...leider nein. Hinter dieser Frage steckt etwas ganz anderes. Sie soll den Ablauf beim Kassieren vereinfachen. Da sich die Nummer an der unteren Ablage des Einkaufwagens befindet, sollten die Kunden Waren, die sie dort verstaut haben, zuerst auf das Band legen. So erklärt der Supermarkt-Riese das jedenfalls auf seiner Homepage.

Klingt irgendwie noch nicht so ganz nachvollziehbar. Steckt da vielleicht mehr dahinter? Etwa, dass man so sichergeht, dass nicht irgendetwas an der Kasse durchgeschleust wird? Auf Nachfrage der Huff-Post weist eine Kaufland-Sprecherin diesen Vorwurf vehement von sich: „Damit würden wir unseren Kunden ja etwas unterstellen. Das tun wir nicht. Das Abfragen der Nummer gehört einfach zur Chronologie des Kassiervorgangs.“ Alles klar - oder doch nicht?

Die Kassiererin könnte ja auch einfach zu Beginn darum bitten, alle Waren auf das Band zu legen. Aber gut. Die Sache ist übrigens nicht neu: Über die Kaufland-Frage rätseln Kunden schon seit vielen Jahren. Auf Internetportalen gibt es die wildesten Spekulationen: Spionage? Laufzeitkontrolle der Einkaufswagen? Nutzungsverhalten?

Ein User hat eine besonders kuriose Idee: "Vielleicht bist du zu schnell gefahren..."

Wussten Sie, dass weder Lidl noch Aldi der günstigste Supermarkt Deutschlands ist?

kg/lom/lin

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