Kaum Hoffnung auf den Aufschwung

- München/Berlin - Die deutsche Wirtschaft hat die Hoffnung auf einen spürbaren Aufschwung in den nächsten Monaten begraben. Im April verschlechterte sich die Stimmung bei den Firmen zum dritten Mal in Folge. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ging stärker als von Experten erwartet von 94,0 auf 93,3 Punkte zurück. Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wollen laut Zeitungsberichten am Dienstag ihre Wachstumsprognose auf 0,7 Prozent halbieren. Die Bundesregierung rechnet dagegen trotz der Stimmungsverschlechterung weiter mit einer konjunkturellen Erholung.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als der wichtigste Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Bei drei Anstiegen oder Rückgängen in Folge spricht das Ifo Institut traditionell von einer Trendwende. "Dies deutet darauf hin, dass die konjunkturelle Dynamik auch in den nächsten Monaten schwach sein wird", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. "In diesem Jahr tut sich nicht mehr viel", urteilte Ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb. Die Stimmung sei querbeet durch alle Branchen gedämpft, mit Investitionen hielten sich die Unternehmen weiter zurück. Gerade in der Industrie sei daher die Stimmung gedrückt. Grundlage des Ifo-Geschäftsklimaindex ist eine Befragung von etwa 7000 Unternehmen in Deutschland.<BR><BR>Die Bundesregierung reagierte gelassen auf den Rückgang. "Wir sehen die jüngste Verschlechterung des Ifo-Geschäftsklimaindex nicht als Trend- oder Tendenzwende", sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums.<BR>Die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute - darunter auch Ifo - legen heute ihr gemeinsames Frühjahrsgutachten vor. Medienberichten zufolge werden sie ihre Wachstumsprognose auf 0,7 Prozent senken.<BR>

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