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Karstadt plant weitere tiefe Einschnitte in das Filialnetz.

Gespräche vertagt

Kein Durchbruch bei Karstadt-Tarifverhandlungen

Frankfurt/Main/Essen - Die Karstadt-Tarifverhandlungen kommen nicht voran. Arbeitgeber und Gewerkschaften sehen sich von einer Einigung noch weit entfernt. Verdi fordert eine Standortgarantie, das Unternehmen will hingegen fünf Häuser schließen.

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt haben bislang keinen Durchbruch gebracht. Sie wurden nach Verdi-Angaben auf einen unbestimmten Zeitpunkt vertagt.

"Die Gespräche sind nach der einseitigen Entscheidung der Eigentümerseite, weitere fünf Filialen zu schließen, nicht einfacher geworden", sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Arno Peukes. Das Treffen in Frankfurt/Main war die achte Runde, ohne dass sich bisher eine Lösung abgezeichnet hat.

Verdi fordert eine Beschäftigungs- und Standortgarantie für die Karstadt-Häuser. Das gelte für alle - auch für die fünf Standorte Recklinghausen, Bottrop, Dessau, Neumünster und Mönchengladbach-Rheydt, deren Schließung das Management in dieser Woche angekündigt hatte, betonte die Gewerkschaft. Nach Verdi-Angaben sind 540 Beschäftigte betroffen. Karstadt verweist bei den Schließungsplänen auf den starken Wettbewerbsdruck und die seit Jahren negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Standorte.

Die Gewerkschaft fordert außerdem eine sofortige Rückkehr des Unternehmens in die Tarifbindung und neue Investitionen in die Häuser. "Es bleibt das Ziel unserer Verhandlungen, Karstadt zu einem zukunftsfähigen Warenhaus weiterzuentwickeln und nicht zu einem tariffreien Einkaufscenter, wie es europäische und nordamerikanische Unternehmen vorleben", betonte Peukes.

Karstadt-Mitteilung

ver.di-Pressemitteilung

dpa

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