Kein Konsens bei Bau-Tarifverhandlungen in Sicht

- Wiesbaden - Bei den Tarifverhandlungen für die 800 000 Beschäftigten der deutschen Bauwirtschaft ist kein schneller Konsens in Sicht. "Es tut sich nichts, es gibt keine Bewegung, sagte der Sprecher der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Michael Knoche, am Dienstagnachmittag bei der fünften Verhandlungsrunde der Tarifpartner in Wiesbaden. Ob es noch am Abend zu einer Einigung kommen werde, bleibe ungewiss. "Das Ende ist offen", sagte der Sprecher, ohne weitere Details zu nennen.

Nach Angaben der Arbeitgeber hingen die Gespräche insbesondere an der Verlängerung der Wochenarbeitszeit fest. "Es wird heftig gerungen, die Positionen bei der Arbeitszeit liegen aber noch weit auseinander", sagte die Sprecherin des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Ilona Klein. Die Arbeitgeber verlangen Öffnungsklauseln, um die Arbeitszeit bei gleichem Geld von 39 auf 42 Stunden in der Woche erhöhen zu können. IG BAU-Chef Klaus Wiesehügel hatte zuletzt gesagt, mit dieser Forderung werde es keinen Abschluss geben.

Im Unterschied zu früheren Tarifrunden hat die IG BAU auf eine Lohnforderung verzichtet. In der Diskussion um eine Beschäftigungssicherung waren sich die Tarifpartner bei der vergangenen Verhandlungsrunde näher gekommen.

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