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EZB-Chef Mario Draghi hält am Kurs seines Vorgängers Trichet fest.

Kein rasches Ende von EZB-Anleihenkäufen

Frankfurt/Main - Ex-EZB Präsident Jean-Claude Trichet wurde für den Ankauf von Stattsanleihen maroder Eurostaaten stark kritisiert. Warum der neue Chef der Zentralbank, Mario Draghi, an diesem umstrittenen Kurs festhält:

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird den umstrittenen Aufkauf von Staatsanleihen der Euro-Schuldenstaaten auch unter ihrem neuen Präsidenten Mario Draghi vorerst fortsetzen. Draghi betonte am Donnerstag in Frankfurt jedoch, das Programm sei vorübergehend und in seinem Umfang begrenzt. Die Sondermaßnahme sei dadurch gerechtfertigt, dass die EZB dadurch ihre Geldpolitik am Laufen halte. “Wir wollen, dass unsere Geldpolitik funktioniert“, erklärte der Italiener bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im neuen Amt.

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Auf die Frage, ob die europäische Zentralbank gezwungen sei weiterhin Staatsanleihen von Italien, dem Heimatland von Draghi, zu kaufen, erwiderte der EZB-Präsident: "Wir werden von niemandem gedrängt. Wir sind unabhängig. Wir bilden uns unsere eigene Meinung. Das ist es."

Seit Mai 2010, als der EZB-Rat das Aufkaufprogramm beschloss, steckte die Notenbank Milliarden in Staatsanleihen von Schuldenstaaten wie Griechenland, Portugal und Italien. Viele warfen der EZB vor, zum Handlanger der Politik geworden zu sein. Auch in der EZB gab es Streit, der damalige Bundesbank-Präsident Axel Weber kritisierte den Aufkauf wiederholt öffentlich.

dpa

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