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Kein schneller Börsengang bei MTU

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- München - Ein schneller Börsengang des Triebwerksherstellers MTU ist nicht in Sicht. "Eine Entscheidung über die Einzelheiten des Börsengangs ist noch nicht getroffen worden", sagte MTU-Chef Udo Stark am Dienstag in München. Auch bis zur Bilanz-Pressekonferenz Ende April werde voraussichtlich noch keine Entscheidung gefallen sein. Bis Mitte des Jahres wolle MTU aber in jedem Fall börsenfähig sein. In Medienberichten war spekuliert worden, MTU werde schon Ende Mai oder Anfang Juni den Sprung aufs Parkett wagen.

Das Jahr 2004 sei für MTU gut gelaufen, sagte Stark. "Das Ergebnis ist deutlich höher als im Vorjahr." Auch beim Umsatz habe der Konzern trotz Einbußen wegen des starken Euros zulegen können. MTU ist stark von der Dollarschwäche betroffen, weil es seine Triebwerksmodule in Dollar verkauft, ein Großteil der Kosten aber in Euro anfällt.

MTU ist derzeit im Besitz der US-Beteiligungsgesellschaft KKR. Von einem Börsengang würde auch MTU profitieren, sagte Stark. "Den Erlös aus einer Kapitalerhöhung könnten wir gut gebrauchen." Das Geld solle vor allem für die laufenden Investitionen verwendet werden. Zudem könne über eine breite Streuung der Anteile die Unabhängigkeit des Unternehmens langfristig gesichert werden. Nach Einschätzung Starks ist MTU ein Kandidat für den MDAX. Auf einen Fahrplan für den Börsengang wollte sich Stark nicht festlegen. Das Branchenumfeld müsse ebenso stimmen wie die Stimmung an den Kapitalmärkten.

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