Keine Annäherung bei Metall-Tarifrunde

- Böblingen - Auch die Verhandlungen im einflussreichen Metall-Tarifbezirk Baden-Württemberg mit seinen 800 000 Beschäftigten sind am Dienstag nach wenigen Stunden ohne Annäherung vertagt worden. Nach der ersten Gesprächsrunde in Böblingen bekräftigten Gewerkschaft und Arbeitgeber ihre Forderungen: Die IG Metall will eine Erhöhung der Einkommen von fünf Prozent.

Südwestmetall strebt einen Abschluss von etwa einem Prozent an. Bei der nächsten Runde am 14. März will der Arbeitgeberverband seine Forderungen konkretisieren. Eine konkrete Prozentzahl soll aber erst bei einem dritten Treffen am 27. März verkündet werden.

Bisherige Tarifrunden in den Bezirken wurden alle nach nur kurzer Gesprächsdauer unterbrochen. Am Dienstag vertagten sich die Parteien in Berlin - wo für 63 000 Metaller in Berlin und Brandenburg verhandelt wird - auf den 7. März. In Niedersachsen werden die Gespräche für die 70 000 Beschäftigten am 3. März fortgesetzt.

IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann nannte die Ziele der Gewerkschaft "gerecht und finanzierbar". Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg müssten an der positiven Entwicklung der Branche teilhaben. Südwestmetall-Chef Otmar Zwiebelhofer wies die Forderung zurück und betonte, das wichtigste Ziel in der Tarifrunde müsse es sein, Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten.

Die Gespräche über die so genannte Steinkühler-Pause wurden vorerst nicht in die Verhandlungen einbezogen. Bei dem Konfliktpunkt geht es der Gewerkschaft um den Erhalt der acht Minuten Ruhezeit pro Stunde für für 92 000 Fließbandarbeiter im Tarifgebiet Nordwürttemberg/Nordbaden.

In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (Mittelgruppe), in Osnabrück/Emsland, Bayern, im Bezirk Küste und in Nordrhein-Westfalen sowie in Sachsen und Thüringen waren die Verhandlungen ebenfalls nach der ersten Runde ohne Annäherung vertagt worden.

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