Keine Neuauflage des Berliner "Zeitungskrieges"

- Berlin - Nach dem Verkauf des "Tagesspiegels" will der scheidende Verleger der Zeitung, Dieter von Holtzbrinck, keine Neuauflage des Berliner "Zeitungskrieges". Er wolle sich darauf konzentrieren, mit der "Berliner Zeitung" auf dem Berliner Markt neue Leser zu gewinnen, sagte von Holtzbrinck mit Blick auf die geplante Übernahme dieses Blattes durch sein Haus in einem Interview mit dem "Tagesspiegel".

"Wir werden Wettbewerber sein, ja. Aber keiner von uns hat Interesse an einem destruktiven Verdrängungswettbewerb", sagte er. Auf dem Berliner Zeitungsmarkt hatten die Blätter zeitweise mit Frei- Abos und Anzeigenrabatten besonders aggressiv um Leser und Kunden geworben. <P>Ex-Holtzbrinck-Manager Pierre Gerckens, an den der "Tagesspiegel" verkauft wird, sagte im selben Interview, er halte eine Bestandsgarantie von 20 Jahren für den "Tagesspiegel" für "leichtfertig". Er könne "seriös" nur drei bis fünf Jahre überblicken und wolle mit der Zeitung möglichst schwarze Zahlen schreiben, bevor diese Zeit verstrichen sei.</P><P>Dem Inforadio Berlin-Brandenburg sagte Gerckens, es gebe gute Gründe, auf einen raschen Abbau der bisherigen Verluste zu hoffen. Er wolle die Zeitung effizienter als bisher führen. Kooperationen mit anderen Verlagen schloss er nicht aus. Er habe an Holtzbrinck für den "Tagesspiegel" "etwas weniger" gezahlt, als die vom Bauer-Verlag für die Übernahme gebotenen 20 Millionen Euro.</P>

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