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Erich Kellerhals.

Kein Wechsel des Geschäftsführers

Kellerhals scheitert im Machtkampf um Media-Saturn

Ingolstadt - Metro-Vorstand Pieter Haas kann weiterhin Geschäftsführer der Elektronik-Ketten Media Markt und Saturn bleiben.

Im Machtkampf um die Führung des Unternehmens scheiterte der Minderheitseigentümer Erich Kellerhals am Donnerstag vor dem Landgericht Ingolstadt mit einem Antrag auf Ablösung von Haas. Der Antrag sei ablehnt worden, teilte das Gericht mit. Haas war nach Ingolstadt entsandt worden, um die Neuausrichtung der Elektronik-Kette voranzutreiben, nachdem der vorherige Chef Horst Norberg Anfang Mai zurückgetreten war.

Kellerhals soll in dieser Doppelfunktion einen Interessenkonflikt gesehen haben. Aus Sicht der Handelskammer des Landgerichts Ingolstadt war die Bestellung von Haas zum Geschäftsführer aber weder „treuwidrig noch unzumutbar“ und somit weiterhin wirksam. Ein Metro-Sprecher begrüßte die Entscheidung: Haas könne nun gemeinsam mit seinen Kollegen seine Arbeit bei Media-Saturn unbeeinträchtigt von juristischen Störfeuern fortführen. „Wir hoffen sehr, auch im Sinne der Mitarbeiter, dass nun Ruhe einkehrt.“

Metro und Kellerhals, der etwa 22 Prozent an Media-Saturn hält, streiten seit längerem in verschiedenen Gerichtsverfahren darüber, wer das Sagen bei der Handelskette hat. Auch das Oberlandesgericht München hatte am Donnerstag über einen Rechtsstreit zwischen beiden Seiten zu entscheiden. Darin ging es um die Frage, wer über die Eröffnung neuer Standorte mitentscheiden kann. Zu dem Ergebnis der Verhandlung konnte sich das Gericht zunächst nicht äußern. Nach Angaben von Kellerhals' Convergenta-Gruppe ging dieses Verfahren zugunsten von Kellerhals aus. „Das Oberlandesgericht München hat die Rechte der Gesellschafter der Media-Saturn Holding GmbH gestärkt.“

dpa

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