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Die KfW hat für die Flüchtlingsunterbringung eine Milliarde Euro bereitgestellt. Foto: Peter Kneffel

KfW gewährt mehr Fördermittel

Frankfurt/Main (dpa) - Die staatliche Förderbank KfW hat im dritten Quartal 2015 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der Konzerngewinn stieg von 1,27 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten 2014 auf nun 1,73 Milliarden Euro, wie die Bankengruppe in Frankfurt mitteilte.

Damit habe sich die gute, über den Erwartungen liegende Entwicklung der Ertragslage fortgesetzt. Das Ergebnis sei allerdings von diversen Sondereffekten geprägt.

"Für das Gesamtjahr erwarten wir ein sehr zufriedenstellenden Jahresergebnis, das voraussichtlich über dem des Vorjahres liegen wird", sagte der KfW-Vorstandsvorsitzende Ulrich Schröder. 2014 hatte das vom Bund (80 Prozent) und den Ländern (20 Prozent) kontrollierte Institut einen Gewinn von gut 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Auch die Nachfrage der Fördermitteln legte binnen Jahresfrist zu. In den ersten neun Monaten stellte die Bankengruppe Fördermittel im Volumen von 59,5 Milliarden Euro zur Verfügung und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage stieg im inländischen (+15 Prozent) und internationalen (+26 Prozent) Geschäft zweistellig.

Schröder wertet dies als gutes Zeichen für die wirtschaftliche Entwicklung: "Trotz großer Herausforderungen wird 2015 für Deutschland ein gutes Jahr." Die Konjunktur habe deutlich angezogen, in vielen Sektoren werde verstärkt investiert.

Mit der Sonderförderung "Flüchtlingsunterkünfte" habe die KfW zudem einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Kommunen in Deutschland bei der Flüchtlingsunterbringung geleistet. Für dieses Programm stellt die Förderbank eine Milliarde Euro bereit.

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