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Wer einen Autounfall verschuldet, der muss zahlen – selbst mit Vollkaskoversicherung. Bei der Rücks tufung machen die Versicherer allerdings große Unterschiede.  

Gleicher Schutz für weniger Geld

KFZ-Versicherung: So sparen Sie hunderte Euro beim Wechsel

München - Bei der Autoversicherung klaffen die Preise weit auseinander. Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt: Mit einem Wechsel lassen sich oft bares Geld sparen. Wer bietet gleichzeitig guten Schutz? Und was muss man beim Wechsel beachten? Ein Überblick.

Bis zum 30. November können die meisten Autofahrer auch in diesem Jahr ihre Kfz-Versicherung wechseln. Dabei lässt sich viel Geld sparen, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt. Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ haben die Warentester 159 Tarife von 72 Anbietern unter die Lupe genommen.

Voll- oder Teilkasko

Bei der Wahl der richtigen Police stellt sich allerdings zunächst die Frage: Voll- oder Teilkasko? Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Verursacht der Fahrer einen Unfall, deckt sie die Schäden, die der andere Verkehrsteilnehmer erleidet – egal, ob Fußgänger, Auto- oder Fahrradfahrer. Für die Reparatur des eigenen Autos steht sie nicht ein. Ein Teilkaskoversicherung deckt Schäden am eigenen Auto ab, die ein Fahrer durch seine Fahrweise kaum beeinflussen kann, etwa Schäden durch Diebstahl, Hochwasser oder Hagel. Sie kostet rund 90 Euro zusätzlich zur Kfz-Haftpflicht. Die Vollkaskoversicherung enthält die Teilkaskoversicherung und zahlt Schäden am eigenen Pkw, auch wenn der Fahrer selbst Schuld ist – außerdem bei Vandalismus. Sie kostet rund 300 Euro zusätzlich und ist bei Neuwagen zu empfehlen.

Wichtige Kriterien

Im Test wurden die Jahresbeiträge für Kunden unterschiedlicher Altersklassen untersucht – zum Beispiel für eine 20-jährige Studentin und einen 40-jährigen Familienvater (siehe Kasten). Dabei sortierten die Tester allerdings zahlreiche Tarife – ganz unabhängig vom Preis – gleich zu Beginn aus. Aufgeführt wurden nur Tarife, die mindestens sechs wichtige Leistungen beinhalten. Auf sie sollten Kunden keinesfalls verzichten, rät die Stiftung Warentest:

-Deckungssumme in Haftpflicht mindestens 100 Millionen Euro; Maximaldeckung pro geschädigter Person mindestens 12 Millionen Euro.

-Für Mietwagen im Ausland ergänzende Haftpflicht.

-In Vollkasko zwölf Monate Neuwertentschädigung.

-In Teil- und Vollkasko keine Kürzungen, wenn der Fahrer einen Unfall grob fahrlässig verursacht hat.

-Teil- und Vollkasko zahlen nicht nur bei Unfall mit Haarwild, sondern mit allen Tieren, zumindest allen Wirbeltieren – auch bei Fasanen, Hunden, Katzen und Kühen.

-Teil- und Vollkasko decken Marderbisse an Leitungen, Schläuchen, Kabeln und Folgeschäden mit mindestens 2000 Euro.

Günstige Tarife

Ein günstiges Beitragsniveau für Haftpflicht mit Teilkasko bieten – mit den empfohlenen Leistungen – die Anbieter Allsecure, Baden Badener, DA Deutsche Allgemeine, Direct Line, Hannoversche, Huk24 und die Sparkassen Direktversicherung. Bei Tarifen mit Vollkasko punkten ebenfalls die Direktversicherungen Direct Line, Huk24 und die Sparkassen Direktversicherung, außerdem die Huk-Coburg Allgemeine. Eine Übersicht aller Tarife steht gratis unter test.de/kfz-tabelle.

Rückstufung

Noch ein Tipp der Tester: Die meisten Versicherer kürzen nach einem Unfall den Schadenfreiheitsrabatt und erhöhen den Beitrag fürs folgende Jahr. Das kann teuer werden. Manchmal lohnt es sich deshalb, einen Schaden selbst zu begleichen. In einigen Tarifen kann man auch einen Rabattschutz abschließen. Er kostet meist 20 bis 25 Prozent des Jahresbeitrags und verhindert eine Rückstufung. Der kostenlose Rechner zur Rückstufung im Schadensfall der Stiftung Warentest (www.test. de/grenzwertrechner) hilft bei der Entscheidung.

mm

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