+
Kickstarter will nicht unter dem Profitdruck der Aktionäre stehen. Foto: Frank Rumpenhorst

Kickstarter will nie an die Börse gehen

Berlin (dpa) - Die Finanzierungsplattform Kickstarter will im Gegensatz zu den meisten anderen Internet-Firmen ohne einen Börsengang auskommen. "Wir versprechen weiterhin, das Unternehmen nie zu verkaufen und nie an die Börse zu gehen", sagte Mitgründer und Chef Yancey Strickler der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Kickstarter können Internet-Nutzer verschiedene Projekte von Musik oder Filmen bis hin zu Gadgets wie Computeruhren unterstützen. Seit der Gründung 2009 kamen so rund 1,5 Milliarden Dollar für mehr als 85 000 Projekte zusammen. Erst vor zwei Wochen startete die New Yorker Firma eine Version in deutscher Sprache und ermöglichte das Bezahlen in Euro.

Kickstarter wolle nicht Teil eines riesigen Konzerns sein oder unter dem Profitdruck der Aktionäre stehen, betonte Strickler. "Es geht um Unabhängigkeit und Kontrolle. Wenn Geld für ein Unternehmen in den Mittelpunkt rückt, ist die Gefahr zu groß, dass man aus den Augen verliert, warum man das alles gestartet hat."

Druck von aktuellen Investoren gebe es nicht. "Wir wollen sie mit Gewinnbeteiligungen an unserem Erfolg Teil haben lassen." Unter den Investoren von Kickstarter ist auch der bekannte Risikokapitalgeber Fred Wilson, dessen Geschäft es üblicherweise ist, Beteiligungen in Startups in hohe Profite bei Börsengang oder Verkauf umzumünzen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Staatsanwaltschaft nennt Gründe
Neuer Paukenschlag in der Abgasaffäre: Audi-Chef Rupert Stadler wurde festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Vergangene Woche war bereits sein Haus durchsucht …
Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Staatsanwaltschaft nennt Gründe
Google startet neuen Musik-Streamingdienst: YouTube Music auch in Deutschland
YouTube ist die populärste Videoplattform. Google will darauf aufbauen, um mit einem neuen Musik-Streamingdienst Spotify und Apple Music Konkurrenz zu machen.
Google startet neuen Musik-Streamingdienst: YouTube Music auch in Deutschland
Audi-Chef Stadler unter Betrugsverdacht verhaftet
Im Abgasskandal bekommt Audi-Chef Stadler die harte Hand der Justiz zu spüren. Wegen Verdunkelungsgefahr nahmen Ermittler ihn in U-Haft. Ein vorläufiger Nachfolger steht …
Audi-Chef Stadler unter Betrugsverdacht verhaftet
Leichter Preisrückgang bei Strom und Gas im ersten Halbjahr
Heidelberg/München (dpa) - Strom und Gas für Haushaltskunden sind im ersten Halbjahr 2018 etwas billiger geworden. Der Preis sank nach Angaben der Vergleichsportale …
Leichter Preisrückgang bei Strom und Gas im ersten Halbjahr

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.