Allergische Reaktion?

Kind kratzte sich Beine blutig: Münchner macht Aldi Vorwürfe - wegen angeblicher Produkt-Änderung

Ein Kunde aus München hat schwere Vorwürfe gegen Aldi erhoben: Wegen einer Produkt-Änderung habe sich sein Kind die Beine blutig gekratzt. Der Discounter reagierte.

München - Wegen eines vermeintlichen Fehlkaufs erhebt ein Kunde Vorwürfe gegen Aldi Süd. Speziell geht es um Bio-Vollmilch, die der Mann bei dem Discounter gekauft habe und die bei seinem Kind eine allergische Reaktion ausgelöst habe. Das berichtet Der Westen.

„Liebes Aldi-Team, was denkt ihr euch dabei, heimlich die Eigenschaften eines Produkts zu verändern?“, zitiert das Nachrichtenportal den aufgebrachten Kunden von der Facebook-Seite des Unternehmens. Laut dem Bericht hatte der Vater nach eigener Aussage offenbar aus Gewohnheit ins Kühlregal von Aldi gegriffen und dabei statt hocherhitzter Milch die homogenisierte Variante in den Einkaufswagen gelegt. Das hatte offenbar schwere Folgen, denn die Milch habe eine allergische Reaktion bei seinem Kind ausgelöst, das sich deshalb die Beine blutig gekratzt habe.

Auch interessant: Vorwärts oder rückwärts? Aldi stellt Kunden intime Frage und entfacht hitzige Diskussion 

Die Verarbeitungsmethode stand dem Bericht nach zwar, wie vorgeschrieben, auf der Verpackung. Allerdings war die Packung ansonsten identisch. Dem Vater sei die Änderung so entgangen: „Bisher wussten wir, bei Aldi gibt es Milch, die nicht homogenisiert ist“, schrieb er laut Der Westen weiter auf Facebook. Zudem sei es nicht das erste Mal gewesen, dass Aldi zwischen homogenisierter und nicht homogenisierter Milch gewechselt hätte, lautet der Vorwurf weiter.

Aldi entschuldigt sich und fragt genauer nach

Aldi selbst reagierte dem Bericht nach schnell auf das Schreiben des Mannes. Nach einer Entschuldigung bei dem Vater wollte das Online-Team des Discounters mehr Details zu dem Milchkauf wissen. „Allerdings sind wir etwas verwundert, da wir (laut unseren Informationen) nur homogenisierte Bio-Vollmilch anbieten“, zitiert Der Westen von der Facebook-Seite. 

Daraufhin habe der Mann zwei Bilder von fast identischen Milch-Verpackungen gepostet. Nur die Beschreibung „hocherhitzt“ statt „homogenisiert“ unterschied sie. Gekauft habe er sie in einem Abstand von vier Wochen (21. Juni und 20. Juli) bei einer Aldi-Filiale in München.

Aldi hat Zweifel an der allergenen Wirkung

Auf Nachfrage unserer Online-Redaktion stellte Aldi Süd die Sache am Donnerstag klar: „Was die Abbildung auf der Milchverpackung betrifft: Seit April 2018 wird unsere Bio-Vollmilch mit der gleichen Deklaration in allen Aldi-Süd-Filialen angeboten. Bei der Bio-Milch, die eine abweichende Deklaration aufwies, handelt es sich um ein Produkt unseres Lieferanten Bergland Milch, das so seit April nicht mehr bei Aldi Süd erhältlich ist.“ Die Bio-Vollmilch sowie alle anderen Milchsorten von Aldi Süd würden jedoch „schon immer“ homogenisiert, was auch auf den Verpackungen kenntlich gemacht werde.

Auch zum Vorwurf, dass nicht-homogenisierte Milch Allergien auslösen könne, nimmt Aldi Stellung: Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung gebe es keine Hinweise darauf, „dass von einer klinisch relevanten Erhöhung des allergenen Potenzials von Kuhmilch beim Menschen aufgrund der üblichen Verarbeitungs- und Behandlungsverfahren wie Pasteurisation und Homogenisierung auszugehen ist.“. 

Meldung vom 1. August 2018: Preissenkung steht bevor

Der Discounter-Riese drückt den Preis für ein wichtiges Produkt, was voraussichtlich dazu führen wird, dass andere Discounter nachziehen. Hier erfahren Sie mehr über die Preissenkung bei Aldi.

Lesen Sie auch: In einem anderen Fall prangerte eine Münchner Kundin „Betrug“ bei Aldi-Süd an - schnell schritten andere Kunden ein. Bei einer anderen Beschwerde versprach die Discounterkette, das sie den Sachverhalt prüfen wird. Ein Kunde hatte zuvor etwas Ekliges im Obst von Aldi gefunden.

rjs

Rubriklistenbild: © dpa / Bernd Thissen

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