Kinder lernen am besten durch eigene Erfahrung Umgang mit Geld

- Ein angemessenes Taschengeld hilft Kindern, mit Geld umgehen zu lernen. Ob die Sprösslinge zu viel oder zu wenig bekommen und was sie damit machen sollen, wissen viele Eltern nicht. Nach Einschätzung des Bayerischen Landesjugendamtes ist nichts dagegen einzuwenden, dass Kinder und Jugendliche Geld haben und es auch ausgeben.

Allerdings sollte schon sehr früh auf Eigenverantwortlichkeit geachtet werden. "Ab einem gewissen Alter müssen Kinder lernen, dass ihre Bedürfnisse nicht sofort befriedigt werden", raten die Experten. Sie müssten die Erfahrung machen, dass sie zur Erfüllung von Wünschen selbst etwas beizutragen hätten.

Grundsätzlich sollten Kinder spätestens mit dem Beginn des Schulbesuchs Taschengeld bekommen. Dabei sollte man anfangs eine wöchentliche Auszahlung vereinbaren. Ab etwa zehn Jahren, also dem Verlassen der Grundschule, könnten Kinder dann beginnen, ihr Geld über einen Monat zu verteilen.

Generell sollten Eltern sich an die - rechtlich nicht bestehende - Verpflichtung halten, Taschengeld auszuzahlen - pünktlich und regelmäßig - und es nicht als Erziehungsmittel einsetzen. "Wohlverhalten darf nicht mit Geld verknüpft werden", warnt das Landesjugendamt. Auch sollte das Kind frei über den Betrag verfügen können - selbst wenn Süßigkeiten das Kapital rasch aufbrauchen. Nur so könne es lernen, dass es sich auch lohne, das Taschengeld zu sparen. Mit dem Nachwuchs sollte trotzdem vereinbart werden, welche Dinge vom Taschengeld finanziert werden müssen und nicht automatisch von den Eltern bezahlt werden.

Überhaupt sollte daheim offen über Geld gesprochen werden. So sollten Kinder mitbekommen, dass auch den Eltern das Geld nicht einfach in den Schoß fällt.

Jugendliche sollten über ein Bankkonto verfügen können, um darauf Taschengeld, Geldgeschenke und Selbstverdientes einzuzahlen. Wichtig ist, dass das Konto nicht überzogen werden kann.

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