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Kirch Dauerthema bei Deutscher Bank

Hauptversammlung: - Frankfurt - Trotz des Übernahmefiebers im europäischen Bankensektor plant Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann keine Fusionen oder Großkäufe. "Wir stehen nicht unter Zugzwang. Im Gegenteil: Wir sind stark genug, um das Wachstum der Bank aus eigener Kraft zu beschleunigen", sagte Ackermann auf der Hauptversammlung. Größere Käufe oder Fusionen stünden "derzeit nicht im Vordergrund". Angesichts guter Ergebnisse in Serie können sich die Aktionäre auf eine Rekorddividende von vier Euro pro Aktie freuen.

Ackermann erklärte, die Bank wolle ihr organisches Wachstum nur dann gezielt durch Akquisitionen ergänzen, wenn dies strategisch und wirtschaftlich sinnvoll sei. Die Deutsche Bank gehe aber sehr diszipliniert vor und wolle "nur richtig gute Gelegenheiten nutzen".

Unlängst hatte die niederländische ABN Amro ihre Fusion mit der britischen Barclays Bank bekannt gegeben, und vor wenigen Tagen kündigte die italienische Unicredit ihren Aufstieg zur zweitgrößten Bank des Kontinents an. Dagegen hatte sich die Deutsche Bank zuletzt mit den Übernahmen der vergleichsweise kleinen Norisbank und Berliner Bank begnügt.

Bei seinem Auftritt konnte sich Ackermann mit glänzenden Zahlen schmücken: Die ersten drei Monate des Jahres 2007 bezeichnete er als das beste Quartal aller Zeiten. Gemessen an ihren Erträgen liege die Deutsche Bank unter den besten zehn Banken der Welt. Vor allem dank der boomenden Kapitalmärkte hatte die Deutsche Bank ihren Gewinn nach Steuern zuletzt um 29 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Im Rekordjahr 2006 hatte der Gewinn um 70 Prozent auf 6 Milliarden Euro zugelegt.

Erneut wurde die Hauptversammlung zum Schauplatz der Dauerfehde mit dem Ex-Medienmogul Leo Kirch, einem früheren Kreditnehmer der Deutschen Bank. Dessen Ehefrau Ruth Kirch beantragte, die Dividenden-Ausschüttung zu streichen. Die Bank habe bisher keine Rückstellungen gebildet, aus denen sie die Schadenersatzforderungen ihres Ehemannes begleichen könne, hieß es zur Begründung. Nach Ansicht von Leo Kirch war es der Ex-Deutsche-Bank-Manager Rolf Breuer, der ihn mit öffentlichen Zweifeln an seiner Kreditwürdigkeit um sein Medienimperium brachte.

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