Kirch: Deutsche Bank muss Gehälter offenlegen

- München/Frankfurt - Die Deutsche Bank muss die Gehälter sämtlicher Mitglieder ihres Führungsgremiums offenlegen. Das habe das Landgericht Frankfurt in einem Verfahren entschieden, das von der Ehefrau des Medienunternehmers Leo Kirch angestrengt wurde, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Ein Kirch-Sprecher bestätigte, dass das Urteil am Freitag zugestellt worden sei.

Der Deutschen Bank liegt das Urteil nach eigenen Angaben noch nicht vor. Man könne daher keinen Kommentar abgeben.

Die Bank soll laut Urteil auch Auskunft geben über den Aktienbesitz der elf Mitglieder des "Group Executive Committee". In dem Gremium sind neben den Mitgliedern des Vorstands um Vorstandssprecher Josef Ackermann auch die Top-Führungskräfte aus den Konzernbereichen vertreten. Zudem sei der Konzern verpflichtet, die Frage zu beantworten, ob es stimme, "dass 200 Mitarbeiter mehr verdienen als Herr Dr. Josef Ackermann".

Der Medienunternehmer Kirch hat die Deutsche Bank und ihren früheren Vorstandssprecher Rolf Breuer in Deutschland und in den USA mit einer Prozesslawine überzogen. Kirch führt seine Insolvenz auf ein Interview Breuers im Februar 2002 zurück, der die Kreditwürdigkeit der später zusammengebrochenen Kirch-Mediengruppe in Zweifel gezogen hatte.

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