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Rolf Breuer, ehemaliger Vorstandschef der Deutschen Bank.

OLG München

Kirch-Prozess: Zeuge erkennt Unterlagen wieder

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München - Der Schadenersatzprozess zwischen den Erben von Medienunternehmer Leo Kirch und der Deutschen Bank kommt nur schleppend voran.

Zwar hat das Oberlandesgericht München (OLG) die Bank und ihren ehemaligen Vorstandschef Rolf Breuer grundsätzlich zu Schadenersatz verurteilt, die Höhe aber offengelassen. Den Betrag soll ein Gutachter ermitteln, doch bislang konnte der nicht mit seiner Arbeit beginnen, weil ihm Unterlagen fehlten.

Gestern versuchte das OLG mit der Befragung eines weiteren Zeugen zu klären, ob es sich bei den von der Kirch-Seite vorgelegten Unterlagen tatsächlich um Planungsdokumente aus der damaligen Zeit für den Sender ProSiebenSat.1 handelt. Denn die Richter hatten entschieden, dass der Schaden für die Kirch-Seite darin bestehe, dass sie den Sender innerhalb eines Insolvenzverfahrens verkaufen mussten. Das OLG glaubt, dass Breuer und die Bank Leo Kirch vorsätzlich schädigen wollten, indem Breuer in einem Fernsehinterview im Februar 2002 die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe anzweifelte. Damit habe er zwar nicht die Insolvenz des Medienunternehmens ausgelöst, heißt es in dem Urteil, aber die Möglichkeit einer Sanierung verhindert und so „gewollt einen Wertverlust von Vermögensgegenständen“ herbeigeführt.

Der Zeuge, der damals bei der Kirch-Gruppe für die Unternehmensplanung verantwortlich war, erkannte die vorgelegten Dokumente als seine eigenen Akten wieder. An Details konnte er sich aber nicht erinnern. Das Gericht will im Februar noch einen weiteren Zeugen vernehmen, bevor der Gutachter seine Arbeit aufnehmen kann.

Philipp Vetter

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