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Die beiden großen Kirchen in Deutschland beklagen in einer gemeinsamen Streitschrift Gier und Maßlosigkeit auf den Finanzmärkten.

Streitschrift

Kirchen kritisieren Gier in der Wirtschaft

Berlin - Die beiden großen Kirchen in Deutschland beklagen in einer gemeinsamen Streitschrift Gier und Maßlosigkeit auf den Finanzmärkten.

Wirtschaft und Ethik entfernten sich immer weiter voneinander, heißt es darin nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Gewinnmaximierung um jeden Preis“ sei nicht zu tolerieren. Das Papier soll am Freitag vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, in Frankfurt am Main vorgestellt werden.

Die Kirchen kritisieren dem Bericht zufolge auch eine „laxe Steuermoral“ und fordern einen automatischen Austausch steuerrelevanter Daten sowie die Austrocknung von Steueroasen. Geld und Kapital müssten wieder eine strikt dienende Funktion einnehmen. Auch Papst Franziskus prangert immer wieder Habsucht und Geldgier an. Kurz nach seinem Amtsantritt verlangte er ethisch ausgerichtete Finanzreformen mit mehr Hilfen für die Armen.

dpa

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