Kirchs Triumph: Bank legt Rechtsmittel ein

- Frankfurt - Die Deutsche Bank will gegen die Entscheidung des Frankfurter Landgerichts, wonach sie die Gehälter von Top-Managern offen legen muss, Berufung einlegen. Das teilte die Bank mit. Das Gericht hatte im Zusammenhang mit einer von der Ehefrau des früheren Medienunternehmers Leo Kirch eingereichten Auskunftsklage entschieden, dass die Deutsche Bank auf 3 von 15 Aktionärsfragen, die auf der Hauptversammlung 2004 gestellt wurden, konkrete Antworten vorlegen muss.

Der Entscheid betrifft die Frage nach den Gesamtbezügen - nicht jedoch den einzelnen Gehältern - der Mitglieder im so genannten Group Executive Committee (GEC) sowie deren Aktienbesitz. Dem Gremium gehören elf Top-Manager der Bank an, die für bestimmte operative Geschäftsbereiche verantwortlich sind. Dazu zählen auch die obersten Investmentbanker, die in erfolgreichen Jahren laut Branchenangaben Gehaltsboni in zweistelliger Millionenhöhe einstreichen.

Beantworten soll die Deutsche Bank auch die auf dem Aktionärstreffen offen gebliebene Frage, ob es stimmte, dass 200 Manager der Bank mehr als Vorstandssprecher Josef Ackermann (2003: 11,1 Mio Euro) verdienen.

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