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Angela Merkel verlangte in Hinblick auf den Diesel-Skandal unter anderem mehr Fingerspitzengefühl bei Bonuszahlungen für Autobosse.

Bilanz des BA-Chef Scheele 

Klartext: Welche Auswirkungen hat die Diesel-Affäre auf den Arbeitsmarkt? 

Zahlreiche deutsche Autobauer können offenbar aufatmen: Im Zuge des Diesel-Abgasskandals gab die Bundesagentur für Arbeit (vorerst) Entwarnung für den deutschen Arbeitsmarkt. 

Nürnberg - Die Diesel-Affäre der deutschen Autoindustrie ist nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) bislang auf dem deutschen Arbeitsmarkt noch nicht spürbar. Auch er sehe, dass die Verkaufszahlen von Diesel-Fahrzeugen zurückgingen, sagte BA-Chef Detlef Scheele am Donnerstag in Nürnberg. „Wir sehen aber zurzeit keine akute Situation (auf dem Arbeitsmarkt) durch die Diskussion über Fahrverbote für Diesel-Autos.“ Es gebe bislang auch noch kaum Kurzarbeit, mit der Unternehmen Auftragsflauten abfedern. Dies habe erst jüngst die Umfrage der BA bei den 156 Arbeitsagenturen ergeben.

Trotzdem hatten Innenminister Thomas De Maizière und auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts des Diesel-Skandals alles andere als Entwarnung gegeben. Die CDU-Chefin hatte die deutschen Autobauer unter anderem zu einem offensiveren Engagement für neue, saubere Antriebsarten aufgerufen. Sie wünsche sich zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September in Frankfurt eine Industrie, die sage: "Wir sind auch bereit, uns all den Neuerungen alternativer Antriebstechnologien zu stellen - und zwar mit aller Kraft und allem Mut."

Angela Merkel hat den Glauben in die deutsche Autoindustrie nicht verloren

In der Aufklärung sei "noch einiges zu tun", sagte Merkel mit Blick auf auffällige Diesel-Abgaswerte. Ziel müsse eine klare Ansage auch an die Autofahrer sein: "Fehler sind gemacht, aber sie sind auch aufgearbeitet."Die Kanzlerin mahnte die Unternehmen, bei Abgastests Spielräume nicht bis zum Letzten auszunutzen. Die Branche sei in einer sensiblen Situation. Wenn eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft eine Schwäche erleide, würde dies noch andere Probleme zur Folge haben. Eine starke Autoindustrie sei "im deutschen Interesse".

dpa

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