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Eine der bekanntesten Marken von Henkel ist Persil. Foto: Jan-Philipp Strobel

Umsatz steigt um 13,6 Prozent

Klebstoff und Persil lassen Henkel wachsen

Eine der bekanntesten Marken des Düsseldorfer Konsumgüterkonzerns ist Persil. Die Geschäfte mit der Marke und den anderen Wasch- und Reinigungsmitteln laufen gut. Doch Probleme sind in Sicht.

Düsseldorf (dpa) - Der Konsumgüterkonzern Henkel, Hersteller von Persil und Schwarzkopf, stellt sich auf einen schärfer werdenden Wettbewerb ein. Preissenkungen und Sonderaktionen hätten im ersten Quartal zugenommen, sagte Vorstandschef Hans Van Bylen bei der Vorstellung der Quartalsbilanz.

"Wir spüren das in allen Regionen und allen Kategorien." Davon sei aber nicht nur Henkel betroffen, sondern die gesamte Branche. Gegensteuern will der Konzern mit Innovationen - die sich in der Regel teurer verkaufen lassen -, dem schnellen Reagieren auf Trends und der Entwicklung neuer Produktkategorien.

Unsichere Gewässer ist Henkel gewohnt. Die Märkte sind seit Jahren volatil. Neben von Schnäppchen verwöhnten Verbrauchern sorgen auch die Konsolidierungswelle im Handel sowie der Boom von Onlineverkäufern für Druck. Im Laufe des Jahres werden zudem die Rohstoffpreise weiter anziehen, prognostiziert das Unternehmen.

Im ersten Quartal bekam Henkel vor allem von einem florierenden Klebstoffgeschäft den Rücken gestärkt. Eine kräftige Nachfrage aus der Industrie sorgte für Schwung. Wachsen konnte Henkel auch mit seinen Wasch- und Reinigungsmitteln - die Marken Persil, Pril und Purex - und ebenso in der Kosmetik (Schwarzkopf, Syoss und Dial).

Auch die zuletzt getätigten Zukäufe wirkten sich aus. So stieg der Umsatz um 13,6 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Einen beträchtlichen Anteil daran hatte Henkel-Neuzugang Sun Products, mit dem die Düsseldorfer dem Branchenprimus Procter & Gamble bei Waschmitteln in den USA Paroli bieten wollen.

Aus diesem Grund hatte der Konzern vor einiger Zeit auch seine Traditionsmarke Persil auf dem US-Markt eingeführt. Auch die Währungen spielten dem Persil-Konzern diesmal in die Hände. Unter dem Strich verdiente Henkel 597 Millionen Euro und damit 13,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gut lief es für Henkel in allen Regionen, am besten jedoch in den Schwellenländern.

Angesichts des herausfordernden Umfelds bestätigte der Konzern den Ausblick auf das laufende Jahr. Der Umsatz soll organisch - also ohne Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte - um zwei bis vier Prozent zulegen.

Henkel hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Geschäfte hinzugekauft. Auch im ersten Quartal wurden zwei Übernahmen angekündigt. So will der Konzern für mehr als 1,05 Milliarden Dollar inklusive Schulden die US-Firma Darex Packaging Technologies kaufen, die Hochleistungsabdichtungen und -beschichtungen für Metallverpackungen herstellt. Sein Frisörgeschäft will Henkel mit dem mexikanischen Haarpflegeunternehmen Nattura Laboratorios stärken.

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