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In einer Umfrage gab ein Großteil der befragten Selbstständigen in Bayern an, die Beschäftigtenzahl unverändert lasssen zu wollen.

Kleine Firmen in Bayern wollen Personal halten

München - Die meisten kleinen und mittelständischen Firmen in Bayern wollen ihr Personal auch in der Krise halten und ihre Beschäftigungszahl unverändert lassen.

In einer Umfrage gaben drei Viertel der befragten Firmen an, ihre Beschäftigtenzahl unverändert lassen zu wollen, wie der Bund der Selbständigen (BDS) in Bayern am Mittwoch in München mitteilte.

 “Jobmotoren sind die Kleinbetriebe und der Dienstleistungssektor“, hieß es. Einen Stellenabbau erwarten 14 Prozent der Unternehmen, elf Prozent wollen hingegen sogar neue Mitarbeiter einstellen. “Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt, aber nicht dramatisch“, sagte der bayerische BDS-Präsident Fritz Wickenhäuser.

Für die Umfrage wurden die Antworten von mehr als 900 Unternehmen aus Bayern ausgewertet, die im Schnitt 19 Mitarbeiter beschäftigen. Ihre Geschäftserwartungen beurteilen die Firmen erstmals seit dem Winter 2007/08, in dem die Krise noch nicht begonnen hatte, wieder positiv.

“Je kleiner das Unternehmen ist, desto besser sind auch seine Geschäftserwartungen“, hieß es. Lediglich im Bau und im Handwerk seien die Aussichten noch negativ. Die rigidere Kreditvergabe der Banken infolge der Finanzkrise bekommen einige der Firmen zu spüren.

Bei zwei Prozent wurde der Umfrage zufolge der Kreditrahmen gekündigt, bei weiteren neun Prozent eine Kreditanfrage abgelehnt. Eine pauschale Kreditklemme gebe es aber nicht. Die große Mehrheit der Firmen erhielt ihr Geld von den Volks- und Raiffeisenbanken (43 Prozent) und den Sparkassen (40) Prozent in Bayern.

dpa

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