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Kleinste Klappcomputer gibt es bereits ab 365 Euro. Sie wiegen nur rund ein Kilo und sind ideale Zweitgeräte.

Tragbare Computer im Vergleich

Die Kleinen trumpfen auf

Tragbare Computer sind die Gewinner der PC-Branche – die mobilen Alleskönner zum Aufklappen finden sich mittlerweile überall. Jetzt drängen neben den sogenannten Notebooks immer mehr Netbooks auf den Markt, die vor allem durch ihr noch kleineres Format und den günstigen Preis auffallen.

Stiftung Warentest hat die großen und kleinen Laptops miteinander verglichen.

Kein PC-Ersatz

Klein, leicht und auch noch günstig: Netbooks gelten als ideale (Zweit-)Geräte für unterwegs. Sie passen mühelos in eine – nicht allzu kleine Handtasche – und wiegen mit rund einem Kilo im Schnitt nur ein Drittel so viel wie die normalen Notebooks. Doch ein vollwertiger PC-Ersatz sind sie nicht, urteilt Stiftung Warentest. Für die Dezember-Ausgabe ihrer Zeitschrift „test“ hat sie insgesamt sechs Netbooks und elf klassische Notebooks miteinander verglichen (siehe auch unten).

Preis contra Platz

Die Netbooks kosten zwischen 365 (One A470, „ausreichend“) und 590 Euro (HP-Modell, „gut“). Damit ist das teuerste Netbook immer noch 160 Euro billiger als das günstigste Notebook, das es für 750 Euro (Packard Bell Easynote ML61-B-003G E, „befriedigend“) zu kaufen gibt. Doch was die Kleinstrechner beim Preis gutmachen, verlieren sie bei der Ausstattung. Die Minis haben im Unterschied zu den größeren Rechnern kein CD- oder DVD-Laufwerk und ihre Festplatten sind höchstens 160 Gigabyte groß – alle Notebooks im Test kamen auf 250 Gigabyte oder mehr. Auch die Tastatur der Netbooks ist kleiner, sie haben oft recht schmale Tasten. „Vor allem Schnellschreiber und Anwender mit großen Fingern könnten sich schwertun“, heißt es bei Stiftung Warentest. Gewöhnungsbedürftig sei auch die Bildschirmgröße. Während alle geprüften Notebooks eine Bildschirmdiagonale von 39 Zentimetern (15,4 Zoll) bieten, bringt es der größte Netbook-Bildschirm (One A470) nur auf 25,9 Zentimeter (10,2 Zoll).

Zum Internetsurfen, Chatten, Mailen und Musikhören sind alle Net- und Notebooks schnell genug. „Auch bei Büroanwendungen wie Textverarbeitung treten keinerlei Probleme auf“, schreiben die Tester. Sie befinden die modischen Kleinstrechner als „ideal für unterwegs“ – solange man sie fürs Internet, Büroarbeiten oder zum Bilderansehen nutzt.

Die Test-Gewinner

Bei den Notebooks punktete das Samsung R560-Aura mit einer ausgewogen „guten“ Rechenleistung für 900 Euro. Es sei das einzige unter den Großen, das auch für 3D-Spiele „gut“ geeignet sei. Weniger leistungsfähig, aber mit 775 Euro deutlich günstiger ist das Acer TravelMate. Im Unterschied zum Samsung hat es ein mattes Display.

Bei den Netbooks schnitt das Asus Eee PC für 430 Euro am besten ab. Es überzeugte die Tester mit seinem „guten“ Akku und die Rechenleistung sei für Büroanwendungen „akzeptabel“. Dank des stromsparenden „Atom“-Prozessors von Intel bringt es das Gerät „sogar bei intensiver Nutzung“ auf eine Laufzeit von über vier Stunden. Auf Platz zwei landete das HP-Modell Compaq 2133 Mini-Note-PC FU351ea für rund 590 Euro. Handhabung und Akku bewerteten die Tester mit „gut“. Allerdings störe der runde, nach unten vorstehende Akku. Der Mini-Computer lässt sich dadurch nicht flach auf den Tisch stellen.

sba

Vorteile:

-hohe Rechenleistung

-großer Bildschirm, vorteilhaft beim Arbeiten mit mehreren Fenstern oder Menüleisten

-große Tastatur

-große Festplattenkapazität

-aufwendige Bild- oder Videobearbeitung kein Problem

-DVD-Laufwerk vorhanden

-viele Anschlüsse, zum Beispiel auch HDMI, DVI, PC-Card, Exxpress-Card54 oder ExpressCard 34

Nachteile:

-eingeschränkte Mobilität, da Notebooks schwer und groß sind

-oft ungefähr doppelt so teuer wie ein Netbook

-Akku-Kapazität oft enttäuschend

Die Kleinen

Vorteile:

-geringes Gewicht und kleine Abmessung, ideal für unterwegs

-relativ niedriger Preis

-gut zum Surfen, Mailen, Musikhören und für die Textverarbeitung

-geringerer Stromverbrauch im Betrieb als die Notebooks

-alle im Test haben eine Webcam

Nachteile:

-kein CD- oder DVD-Laufwerk und wenig Anschlüsse

-kleiner Bildschirm und teils recht kleine Tasten

-geringe Festplattenkapazitäten

-nichts für Spieler

-keines der getesteten Geräte besitzt ein Modem

Die Technik-Preise

Fast 40 Prozent der Deutschen wollen zu Weihnachten Computer, Software oder Unterhaltungselektronik kaufen. Das ergab eine Forsa-Umfrage unter 1000 Bundesbürgern ab 14 Jahren, die der Branchenverband Bitkom veröffentlichte. Besonders gefragt seien Technik-Geschenke bei Männern (50 %).

Profitieren würden die Weihnachtseinkäufer davon, dass die Preise im zurückliegenden Jahr noch einmal kräftig gesunken sind. Laut Bitkom sind Digitalkameras inzwischen für unter 100 Euro zu haben und Mini-Notebooks für weniger als 400 Euro. Die Durchschnittspreise für Flachbildfernseher seien um fast 10 Prozent auf gut 880 Euro gefallen.

dpa

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