Kleines Plus im Handel, aber keine Trendwende

- Wiesbaden - Der deutsche Einzelhandel sieht trotz besserer Geschäfte im April noch kein Ende der Konsumflaute. Zwar legten die Umsätze nach zwei Minus-Monaten wieder etwas zu, allerdings war dies vor allem dem Ostergeschäft zu verdanken, teilte das Statistische Bundesamt mit.

<P>Im Vergleich zum März setzten die Händler in jeweiligen Preisen 1,3 Prozent mehr um, ohne Preiseffekte lag das Plus bei 1,7 Prozent. Auch im Vergleich zum April 2002 zeigten die Umsätze leicht nach oben: Real setzte die Branche 0,8 Prozent mehr um, nominal gab es ein Plus von 0,5 Prozent. Im März hatte es noch ein dickes Minus gegeben.<BR><BR>"Von Trendwende oder Entwarnung kann keine Rede sein", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr. 2003 erwarte der Verband insgesamt eine negative Umsatzentwicklung. "Über diese dramatische Situation kann ein einzelner Monat nicht hinwegtäuschen", sagte Pellengahr. Am morgigen Mittwoch will der HDE eine neue Prognose für das Gesamtjahr veröffentlichen.<BR> <BR>Vor allem der Fachhandel leidet weiter unter der Konsumflaute. Der Handel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern ging im Vergleich zum April 2002 nominal um 2,6 (real um 2,1 Prozent) zurück. Lediglich die Waren- und Kaufhäuser konnten noch ein leichtes Umsatzplus erzielen. Dagegen hielten sich die Verbraucher beim Kauf von Kleidung, Schuhen, Büchern, Schmuck, Sportartikeln, Hausrat oder Heimwerkerbedarf weiter stark zurück.<BR> <BR>Für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren gaben die Bundesbürger im Ostermonat April dagegen wieder mehr Geld aus. Die Umsätze mit diesen Waren stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,6 Prozent (real 4,7 Prozent). Auch in diesem Segment setzten große Supermärkte mehr um als kleine Fachhändler wie Getränkemärkte oder Fischgeschäfte, die aber immer noch ein Plus verzeichneten. <BR>  <BR>In den ersten vier Monaten ging der Umsatz nominal um 0,3 Prozent (real 0,2 Prozent) zurück. Die Ergebnisse kommen aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, BadenWürttemberg, Bayern und Sachsen. In den fünf Bundesländern werden nach Angaben der Statistiker rund 68 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel erwirtschaftet.</P><P> </P>

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