Klimawandel birgt für Branchen oft mehr Chancen als Risiken

Studie: - Frankfurt - Für viele Branchen birgt der Klimawandel einer Studie zufolge mehr Chancen als Risiken. Insbesondere die Bauwirtschaft, der Maschinenbau und erneuerbare Energien profitierten von den Folgen, ergab eine in Frankfurt vorgestellte Studie der Deutschen Bank.

Die Automobilindustrie, der Flugverkehr und Teile der Land- und Forstwirtschaft müssten sich jedoch auf Nachteile einstellen. Die Studie untersuchte die Auswirkungen des Klimawandels in Europa bis zum Jahr 2030. "Ganz klar zu den Gewinnern zählen die Bauwirtschaft und verwandte Branchen", sagte Studienleiter Eric Heymann. Sie profitierten von den Schäden, die Wetterextreme an Infrastruktur und Gebäuden verursachten.

Zudem werde wegen staatlicher Förderprogramme zunehmend in Gebäudedämmung investiert, um den Klimakiller Kohlendioxid (CO2) einzusparen. Der Maschinenbau und die Elektrotechnik hätten große Exportchancen, da sie die Technologien zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen lieferten.

Die Energiewirtschaft zeige sich stark gespalten, sagte Heymann. Während sich Windräder und Solaranlagen gut ins Ausland verkaufen ließen und vom Staat gefördert würden, sei bei den fossilen Energieträgern wie Öl und Kohle eine politisch gewollte Verteuerung zu erwarten. Zu den Verlierern gehörten auch die Automobilindustrie sowie der Verkehrssektor, die mit schärferen Gesetzen rechnen müssten.

Die Land- und Forstwirtschaft werde dagegen stark von den direkten Folgen der klimatischen Änderungen betroffen sein. Während die Preise für Bioenergien stiegen und bessere Ernten etwa in Skandinavien möglich würden, kommt es der Studie zufolge in anderen Regionen Europas zu Wassermangel, Sturmschäden oder Waldbränden.

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