360 km/h Spitze: Straßenrenner auf Audi-Basis

- Altenburg- Die Firma des früheren Audi-Motorsportchefs Roland Gumpert hat mit der Serienproduktion des straßentauglichen Rennwagens "Apollo" begonnen. Die ersten bis zu 360 Kilometer pro Stunde schnellen Autos mit 650 PS werden noch in diesem Jahr ausgeliefert. Im kommenden Jahr sollen 50 bis 60 der Fahrzeuge gebaut werden. Der Basispreis beträgt 198 000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Als Kunden sollen unter anderem Ölscheichs gewonnen werden.

Als Antrieb dient ein Motor von Audi. Allerdings wird dem 4,2-Liter-Achtzylinderaggregat mit zwei Turboladern reichlich zusätzliche Leistung eingehaucht. 850 Newtonmeter an Drehmoment gibt der Motor bei 4500 Umdrehungen pro Minute ab. Das müssen Kupplung, Getriebe, Hinterachse und Reifen erst einmal verarbeiten können.

Produziert wird zunächst in Ingolstadt und im ostthüringischen Altenburg. Zum Jahresende werde die Produktion aber komplett nach Altenburg verlagert, sagte der Sprecher der Gumpert Sportwagen Manufaktur, Jan Fleckenstein.

Die "Apollo"-Bauer entschieden sich für Altenburg wegen des niedrigeren Lohnniveaus. Zudem konnten sie eine sanierte Halle günstig mieten. Wo früher hunderte Mitarbeiter Nähmaschinen zusammenschraubten, sollen künftig bis zu 50 Beschäftigte in Handarbeit die Rennwagen montieren.

Derzeit hat die Manufaktur 21 Mitarbeiter, davon stammt die Hälfte aus der Region Altenburg. Bis jetzt seien zwölf Autos bestellt und anbezahlt worden, sagte der Sprecher. Die Kunden kämen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz. Einer der Hauptmärkte solle aber Dubai werden.

Der nach dem griechischen Gott der Wahrsagung benannte Wagen mit einem Greif auf dem Emblem ist sowohl für Rennstrecken als auch für normale Straßen konzipiert. Das Renn-Modell hat eine spartanische Innenausstattung. Auch die Straßenvariante bietet weniger Komfort als die Konkurrenz, ist dafür aber leicht und schnell: Sie wiegt 980 Kilogramm und beschleunigt innerhalb von drei Sekunden auf hundert Kilometer pro Stunde. Wenn andere, durchaus sportliche Fahrer diese Marke nach knapp 9 Sekunden erreichen, zeigt die Apollo-Tachonadel schon auf 200.

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