DAX knapp behauptet

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Frankfurt (dpa) - Die meisten deutschen Aktien haben am Dienstag einen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder abgegeben. Ein Mangel an positiven Überraschungen und vor allem Zurückhaltung vor der US-Leitzinsentscheidung an diesem Mittwoch führten im DAX zu einem Abschlag von 0,40 Prozent auf 7.977,94 Zähler.

Der MDAX sank um 1,25 Prozent auf 10.478,19 Punkte. Der TecDAX schloss nahezu unverändert mit plus 0,02 Prozent auf 1.004,33 Zähler.

Händler sagten, dass sich die Anleger vor der Fed-Entscheidung am Mittwochabend mit Investitionen zurückgehalten und lieber Gewinne mitgenommen hätten. Besonders betroffen gewesen sei der Index der mittelgroßen Werte, "der zuletzt ein stärkeres Eigenleben geführt hat", sagte ein Börsianer. Die Anleger würden derzeit auf mehr Sicherheit setzen durch den Handel in den hochliquiden Werte der ersten Reihe.

Die Berichtssaison nahm mit den Zahlen von METRO und BASF sowie Linde und Continental wieder Fahrt auf. Die Titel des Chemieunternehmens BASF waren mit minus 2,47 Prozent auf 95,91 Euro gemeinsam mit Linde Schlusslicht im DAX.

Analysten reagierten unterschiedlich auf die Drittquartalszahlen und die angehobenen Jahresprognosen: Sal. Oppenheim senkte die BASF-Aktie anschließend auf "Neutral" und erklärte, dass es nun an Impulsen für eine höhere Bewertung mangele. Die UniCredit bestätigte dagegen ihr Urteil "Buy" mit einem Ziel von 121 Euro.

Linde drehten nach Zahlenveröffentlichung am Mittag in die Verlustzone und schlossen bei 88,91 Euro ebenfalls mit einem Abschlag von 2,47 Prozent. Im Tagesverlauf waren sie zeitweise auf 92,96 Euro gestiegen. Analysten zufolge ist die Quartalsbilanz des Industriegasekonzerns wie erwartet ausgefallen und dürfte daher all jene enttäuscht haben, die auf "positive Überraschungen" gehofft hätten.

Continental enttäuschte den Markt in erster Linie mit einer früher als erwarteten Kapitalerhöhung, was die Aktie um 1,85 Prozent auf 102,50 Euro sinken ließ. Noch am selben Tag schloss der Autozulieferer die für den Kauf der Siemens-Tochter VDO geplante Kapitalerhöhung um bis zu 10 Prozent erfolgreich zu einem Preis von 101,00 Euro je Anteilsschein ab.

Deutschlands führender Handelskonzern METRO hatte seine Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2007 angesichts der starken Auslandsexpansion und Zuwächsen auf dem Heimatmarkt angehoben. Dennoch merkte ein Analyst kritisch an, dass die Zahlen im dritten Quartal vor allem durch Verkäufe von Immobilien in Höhe von 27 Millionen Euro "nett" aussehen würden. Die Aktien des Unternehmens stiegen um 0,20 Prozent auf 61,21 Euro.

Abseits der Quartalsberichte fielen neben den festen Bankentiteln TUI mit einem Zuwachs von 0,15 Prozent auf 20,03 Euro auf. Der US-Finanzinvestor Guy Wyser-Pratte hatte den TUI-Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Krumnow einem "Handelsblatt"-Bericht zufolge schriftlich dazu aufgefordert, mit der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden für den Reisekonzern zu beginnen. "Das heizt die Ablösungsspekulationen wieder an", kommentierte ein Börsianer.

Beflügelt vom kräftigen Wachstum in den ersten neun Monaten hatte der Verkehrstechnikkonzern Vossloh seine Ziele für das laufende Jahr erneut höher gesteckt. Angesichts der optimistischen Prognosen für die Gesamtjahre 2007 und 2008 traten die zum Teil enttäuschenden Daten der Zwischenbilanz in den Hintergrund und die Aktie schoss im MDAX um 5,74 Prozent auf 79,25 Euro hoch. Im TecDAX gerieten Drägerwerk nach einer Gewinnwarnung unter Druck und brachen um 17,07 Prozent auf 55,56 Euro ein.

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