Knorr-Bremse will bei Mitarbeitern sparen

- München - Der Münchner Traditionskonzern Knorr-Bremse plant offenbar massive Einsparungen bei seinen Mitarbeitern. Wie eine Sprecherin des Bremsenherstellers gegenüber dieser Zeitung bestätigte, verhandelt das Unternehmen derzeit mit den Betriebsräten über "Produktivitätserhöhungen" für alle deutschen Standorte. Dies betreffe insgesamt rund 3000 Mitarbeiter, etwa die Hälfte davon in München. Über Details wollte sie sich mit Hinweis auf die laufenden Verhandlungen nicht äußern. Die Belegschaft soll auf Betriebsversammlungen am morgigen Donnerstag über die Pläne informiert werden.

Nach Informationen dieser Zeitung verlangt die Unternehmensleitung von den Mitarbeitern unter anderem mindestens zwei Stunden Mehrarbeit pro Woche ohne Lohnausgleich. Es sei auch im Gespräch, Teile des Urlaubs auszuzahlen, um so die Mitarbeitereffizienz zu erhöhen.

Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 2,423 Milliarden Euro einen Jahresüberschuss von 130 Millionen Euro ausgewiesen - ein Plus gegenüber dem Vorjahr von etwa 20 Prozent. Die Sprecherin begründete die nun angestrebten Produktivitätserhöhungen damit, dass das Bahngeschäft in Deutschland "sehr stark rückläufig" sei und es keine Anzeichen gebe, dass "es sich bessern wird". Dies habe zu starken Umsatzausfällen geführt. Gleichzeitig stiegen die Kosten, während die Preise sinken würden, erklärte die Sprecherin. Man sei zuversichtlich, eine Einigung mit den Mitarbeitern zu finden. Deutsche Standorte von Knorr-Bremse sind - neben München - Aldersbach (nahe Passau), Berlin und Stuttgart.

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