Koch nennt EU-CO2-Pläne "Schlacht gegen Deutschland"

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Wiesbaden (dpa) - Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat die EU-Pläne zur Reduzierung der Autoabgase mit scharfen als unfair für Deutschland kritisiert. "Hier wird eine industriepolitische Schlacht gegen Deutschland geführt", sagte Koch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Wiesbaden.

"Das muss Deutschland nicht hinnehmen." Die geplanten Abgaben auf einen hohen Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) belasteten gerade deutsche Oberklassewagen. Dagegen helfe die Regelung italienischen und französischen Autobauern.

"Deshalb sind die ja Feuer und Flamme dafür", sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende. Auf den wichtigen Absatzmarkt Asien würden aber keine italienischen Kleinwagen exportiert, sondern deutsche Luxusautos. Daran hingen hunderttausende Arbeitsplätze. "Die Europäische Kommission weiß sehr wohl, dass sie speziell Deutschland schadet."

Koch begrüßte das Eintreten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) für die deutsche Autoindustrie. Die Bundesregierung müsse alles für eine vernünftige Regelung tun, "die immer noch den Umweltschutz berücksichtigt, aber nicht die Automobilindustrie kaputtmacht", sagte er. Natürlich müsse langfristig umweltschonende Autotechnik eingesetzt werden, "aber das kann nicht in diesem Zeitraum in diesen vorgegebenen Größen geleistet werden".

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